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Für junge Leser
Vor mehr als 400 Jahren, von 1592 bis 1598, führte Japan einen langen Krieg in Korea, das damals das Königreich Joseon war. China, das damals Ming hieß, schickte Heere und Schiffe, um Korea zu helfen. 1598 starb der japanische Herrscher Toyotomi Hideyoshi, und die japanischen Anführer beschlossen, ihre Soldaten nach Hause zu holen.
Aber ein japanischer General, Konishi Yukinaga, saß in einer Festung bei Suncheon an der Südküste fest. Koreanische und chinesische Kriegsschiffe unter dem koreanischen Admiral Yi Sun-sin und dem chinesischen Admiral Chen Lin versperrten den Seeweg vor seiner Festung, sodass sein Heer nicht davonsegeln konnte.
Andere japanische Generäle unter der Führung von Shimazu Yoshihiro sammelten Hunderte Schiffe und segelten nach Westen, um ihn zu retten. Ihr Weg führte durch Noryang, einen engen Kanal zwischen der Insel Namhae und dem Festland. Yi Sun-sin und Chen Lin fuhren die ganze Nacht hindurch, um sie dort zu stellen.
Die Schlacht begann im Dunkeln und ging nach Sonnenaufgang weiter. Kanonen donnerten, brennende Pfeile flogen, und Schiffe krachten ineinander. Viele japanische Schiffe wurden verbrannt oder erbeutet, und die übrigen kehrten um. Während Yi sie verfolgte, wurde er von einer Kugel getroffen. Alte Aufzeichnungen erzählen, er habe zu den Menschen neben ihm gesagt: „Die Schlacht ist auf ihrem Höhepunkt. Sagt niemandem, dass ich tot bin.“
Yi Sun-sin starb, und auch ein alter chinesischer General, Deng Zilong. Während alle mit dem Kämpfen beschäftigt waren, entkam Konishis Heer auf einem anderen Weg. Wenige Tage später segelten die letzten japanischen Soldaten von Busan nach Hause, und der lange Krieg war vorbei. Die Koreaner erinnern sich bis heute an Yi Sun-sin als ihren größten Helden.
Auf einen Blick
- Datum
- Nacht vom 18. auf den 19. Tag des 11. Mondmonats 1598 (Joseon-Kalender) = 15.–16. Dezember 1598 (gregorianisch, umgerechnet mit der Tabelle des Korea Astronomy and Space Science Institute); die Kämpfe begannen vor Tagesanbruch am 16. Dezember und dauerten bis in den Vormittag. Japanische Darstellungen nennen den 18. Tag des 11. Monats nach japanischem Kalender, der demselben gregorianischen Tag entspricht wie der 19. nach dem Joseon-Kalender
- Ort
- Die Meerenge von Noryang zwischen der Insel Namhae und dem Festland (heute Landkreise Namhae und Hadong, Provinz Süd-Gyeongsang), mit den letzten Kämpfen nahe der Bucht von Gwaneumpo auf der Insel Namhae
- Krieg
- Zweite japanische Invasion (Jeongyu Jaeran, 1597–1598) des Imjin-Krieges, während des japanischen Abzugs nach dem Tod Toyotomi Hideyoshis
- Befehlshaber
- Joseon: Yi Sun-sin, Marinekommandant der drei südlichen Provinzen (gefallen) / Ming: Chen Lin mit Deng Zilong (gefallen) und anderen Offizieren / Japan: Shimazu Yoshihiro mit Tachibana Muneshige, Sō Yoshitoshi, Terazawa Masanari und anderen
- Streitkräfte
- Joseon: 82 Panokseon-Kriegsschiffe und etwa 8.000 Mann nach der englischsprachigen Wikipedia, die Samuel Hawley folgt / Ming: 63 Schiffe, dazu zwei von Yi geliehene Panokseon, mit 5.000 Mann des Guangdong-Geschwaders und 2.600 Marinesoldaten an Bord koreanischer Schiffe (dieselbe Quelle); die verbündete Flotte wird auf etwa 150 Schiffe (englischsprachige Wikipedia) oder über 200 (Encyclopedia of Korean Culture) beziffert / Japan: über 300 Schiffe nach Yi Deok-hyeongs Bericht an den Hof, etwa 500 nach der Encyclopedia of Korean Culture und der englischsprachigen Wikipedia
- Verluste
- Japan: über 200 zerstörte Schiffe und mehrere Tausend Tote oder Verwundete nach Yi Deok-hyeongs Bericht; Chen Lins Bote meldete 200 verbrannte und 100 erbeutete Schiffe, 500 genommene Köpfe und über 180 Gefangene; japanische Darstellungen enthalten voneinander abweichende Behauptungen, aber keine verlässliche Gesamtzahl / Joseon: etwa zehn Befehlshaber, darunter Yi Sun-sin, sollen durch Schüsse getötet worden sein / Ming: Deng Zilong und andere getötet
- Ergebnis
- Sieg Joseons und der Ming zur See: Die japanische Entsatzflotte erlitt schwere Verluste und wich nach Osten zurück. Doch Konishi Yukinagas Heer verließ Suncheon während der Schlacht auf einem anderen Weg, und die Japaner schlossen ihren Abzug aus Busan Ende Dezember 1598 ab
- Wichtigste Quellen
- Annalen König Seonjos (Berichte vom 21. bis 29. Tag des 11. Monats, darunter Yi Deok-hyeongs Bericht und ein Kommentar des Hofhistorikers), Revidierte Annalen König Seonjos, Yu Seong-ryongs Jingbirok, die Geschichte der Ming (Mingshi); japanische Klanaufzeichnungen, wie sie in modernen Werken zusammengefasst sind
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Einfach
Was geschah bei Noryang?
Die Schlacht bei Noryang war die letzte große Schlacht des Imjin-Krieges, der japanischen Invasionen Koreas, die 1592 begannen und 1597 wieder aufgenommen wurden. Sie wurde in der Nacht vom 18. auf den 19. Tag des 11. Mondmonats 1598 zur See ausgetragen. Umgerechnet mit der Tabelle des Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI) begannen die Kämpfe vor Tagesanbruch am 16. Dezember 1598. Die Encyclopedia of Korean Culture datiert die Schlacht auf den 18. und 19. Tag des 11. Monats.
Den Hintergrund bildete der japanische Abzug. Toyotomi Hideyoshi, der die Invasionen begonnen hatte, starb im September 1598, und die japanische Führung beschloss, ihre Heere nach Hause zu holen. Das westlichste japanische Heer unter Konishi Yukinaga bei Suncheon konnte nicht abziehen, weil eine vereinte Flotte Joseons und der Ming die Seewege vor seiner Festung blockierte. Andere japanische Befehlshaber unter der Führung Shimazu Yoshihiros sammelten an der Küste weiter östlich eine Flotte und segelten nach Westen, um Konishi zu entsetzen. Ihr Weg führte durch die Meerenge von Noryang, einen engen Kanal zwischen der Insel Namhae und dem Festland.
Der Joseon-Admiral Yi Sun-sin und der Ming-Admiral Chen Lin fuhren die Nacht hindurch nach Osten, um sie zu stellen. Die Schlacht begann im Dunkeln und ging nach Tagesanbruch weiter: Die Verbündeten setzten Kanonen und Brandpfeile ein, Besatzungen warfen brennendes Material auf feindliche Decks, und stellenweise kämpften die Schiffe auf kürzeste Entfernung. Am Morgen hatte die japanische Flotte viele Schiffe verloren und wich nach Osten zurück. Während der Verfolgung wurde Yi Sun-sin von einer Kugel getroffen und starb; nach Yu Seong-ryongs Jingbirok und den Revidierten Annalen König Seonjos sagte er den Umstehenden, sie sollten seinen Tod nicht bekannt geben, solange die Schlacht noch im Gange war. Auch der Ming-Befehlshaber Deng Zilong wurde getötet.
Der Sieg war nicht vollständig. Während die Flotten bei Noryang kämpften, verließ Konishis Heer Suncheon auf einem anderen Weg, und Ende Dezember 1598 segelten die letzten japanischen Truppen von Busan nach Hause. Noryang war daher die letzte große Schlacht des Krieges, aber nicht sein förmliches Ende: Es gab keinen Friedensvertrag, und die Beziehungen zwischen Korea und Japan wurden erst 1607–1609 wiederhergestellt. Die späteren Abschnitte dieser Seite untersuchen, wie es zu der Schlacht kam, was die Quellen sagen und wo sie voneinander abweichen.
Einfach
Eine Marine wird wieder aufgebaut: Gogeumdo und das Bündnis mit Chen Lin
Ein Jahr vor Noryang hatte die Joseon-Marine fast aufgehört zu bestehen. Im August 1597 wurde die Flotte unter Won Gyun bei Chilcheollyang vernichtet, und Yi Sun-sin, der Anfang des Jahres abgesetzt und eingekerkert worden war, wurde mit nur einer Handvoll Schiffe wieder eingesetzt. Im Oktober 1597 besiegte er in der engen Meerenge von Myeongnyang eine viel größere japanische Flotte. Nach der Encyclopedia of Korean Culture setzte er sich danach auf Bohwado (Gohado, bei Mokpo) fest und verlegte im 2. Mondmonat 1598 (März) sein Hauptquartier auf die Insel Gogeumdo im heutigen Landkreis Wando.
Gogeumdo wurde der Stützpunkt, an dem die Marine wieder aufgebaut wurde. Das Jingbirok sagt, Yi habe dort über 8.000 Mann gehabt und, um sie zu ernähren, Seepässe ausgestellt: Flüchtlingsboote, die an der Küste entlang fuhren, mussten gegen Reis einen Pass erwerben, drei Seok für ein großes Boot, zwei für ein mittleres und einen für ein kleines. In zehn Tagen sammelte er über 10.000 Seok Getreide. Er ließ außerdem Kupfer und Eisen herbeischaffen, um Kanonen zu gießen, und Holz schlagen, um Schiffe zu bauen, und Flüchtlinge ließen sich rund um den Stützpunkt nieder. Die Encyclopedia of Korean Culture fügt hinzu, dass er auf Gogeumdo Militärland bestellen ließ und Fisch und Salz verkaufte, und ein Kommentar des Hofhistorikers in den Annalen schreibt ihm dieselben Maßnahmen nach seiner Wiedereinsetzung zu.
1598 stieß eine Ming-Flotte zu ihm. Ihr Befehlshaber Chen Lin stammte aus Guangdong und war im Kampf gegen Rebellen und Piraten in Südchina aufgestiegen. Die Geschichte der Ming beschreibt ihn als fähigen Befehlshaber, der aber auch überall, wo er hinkam, habgierig war und wiederholt angeklagt wurde. Er wurde mit 5.000 Soldaten aus Guangdong nach Korea geschickt, und 1598 wurde ihm der Befehl über die Seestreitkräfte der Ming übertragen; im selben Jahr kam seine Flotte nach Süden und vereinigte sich auf Gogeumdo mit Yi.
Das Jingbirok erzählt die Geschichte des Bündnisses in zwei Teilen. Als König Seonjo Chen Lin in Seoul verabschiedete, sah Yu Seong-ryong, wie Chens Männer einen örtlichen Beamten schlugen, und befürchtete, Chen werde sich in Yis Kommando einmischen. Doch Yi empfing Chen mit einem großen Festmahl, und als koreanische Schiffe bei einem Gefecht vierzig Köpfe nahmen, überließ er sie alle Chen, damit dieser sie sich als Verdienst anrechnen konnte. Chen, so das Jingbirok, habe Yi schließlich in allem um Rat gefragt und dem König geschrieben, Yi besitze „das Talent, Himmel und Erde zu ordnen, und das Verdienst, den Himmel auszubessern und die Sonne zu baden“. Nicht jede Darstellung ist so harmonisch: Der Artikel der koreanischsprachigen Wikipedia über Chen Lin beschreibt Streitigkeiten zwischen den beiden Männern über Verdienste und Operationen vor Noryang. Beide Darstellungen stimmen darin überein, dass die beiden Flotten Ende 1598 gemeinsam operierten.
Einfach
Hideyoshis Tod und die Offensive auf vier Wegen
1598 hielten die japanischen Heere eine Kette von Festungen (wajō) entlang der Südküste Koreas, von Ulsan im Osten bis Suncheon im Westen. Katō Kiyomasa hielt Ulsan, Shimazu Yoshihiro Sacheon in der Mitte und Konishi Yukinaga Suncheon. Die Festungen waren am Meer erbaut, damit sie per Schiff aus Japan versorgt werden konnten. Eine erste Belagerung Ulsans durch die Verbündeten im Januar und Februar 1598 war gescheitert.
Toyotomi Hideyoshi starb am 18. September 1598 (18. Tag des 8. Monats Keichō 3) auf der Burg Fushimi. Sein Erbe Hideyori war fünf Jahre alt. Nach der englischsprachigen Wikipedia hielt der Rat der Fünf Ältesten, der nun im Namen Hideyoris regierte, den Tod geheim, um die Moral zu wahren, und befahl den Heeren in Korea die Heimkehr. Die Nachricht vom Tod erreichte den Joseon-Hof spät und in widersprüchlicher Form. In einem im 11. Mondmonat (Dezember) verzeichneten Bericht gab ein koreanischer Befehlshaber die falsche Behauptung zurückgekehrter Gefangener weiter, Hideyoshi sei im 7. Monat gestorben; sie sagten auch, Tokugawa Ieyasu lenke die Geschäfte. Die Bekanntmachung, die Katō Kiyomasa hinterließ, als er Ulsan aufgab, nannte zutreffend den 8. Monat als Hideyoshis Todesmonat.
Unterdessen begannen die Verbündeten Ming und Joseon ihre größte Offensive der zweiten Invasion. Das Jingbirok und die Encyclopedia of Korean Culture beschreiben einen Plan auf „vier Wegen“ (saro byeongjin): Der Oberkommandierende der Ming, Xing Jie, schickte Ma Gui im Osten gegen Ulsan, Dong Yiyuan in der Mitte gegen Sacheon und Liu Ting im Westen gegen Suncheon, während Chen Lin von See her angriff. Koreanische Truppen kämpften an der Seite jedes Heeres. Das Jingbirok fasst das Ergebnis in wenigen Worten zusammen: Alle Angriffe scheiterten, und Dong Yiyuans Heer wurde mit den schwersten Verlusten geschlagen. Bei Sacheon brach der Angriff im Oktober zusammen, nachdem im Ming-Lager ein Feuer ausgebrochen war und Shimazus Besatzung einen Ausfall unternommen hatte.
Bei Suncheon griff Liu Tings Heer etwa ab dem 19. Oktober zu Lande an, während Yi Sun-sin und Chen Lin von See her angriffen. Die japanischsprachige Wikipedia fasst japanische und koreanische Aufzeichnungen zusammen und berichtet, Liu habe zunächst versucht, Konishi zu einem Friedenstreffen zu locken, um ihn gefangen zu nehmen, doch der Hinterhalt sei zu früh ausgelöst worden; ein umfassender Angriff zu Land und zur See sei unter schweren Verlusten der Ming gescheitert; und ein Nachtangriff der Ming-Flotte habe damit geendet, dass viele Ming-Schiffe bei Ebbe auf Grund liefen und verbrannt wurden. Im November zog Liu Ting sein Heer zurück, und die verbündete Flotte zog sich eine Zeit lang nach Gogeumdo zurück, bevor sie zurückkehrte, um Suncheon von See her zu blockieren.
Einfach
Konishi in der Falle: Absprachen, Geschenke und ein Boot
In Konishis Festung bei Suncheon, die koreanische Aufzeichnungen Waegyo nennen, lagen nach der japanischsprachigen Wikipedia etwa 13.700 Mann aus den Streitkräften von fünf Fürsten: Konishi selbst, Matsura Shigenobu, Arima Harunobu, Gotō Harumasa und Ōmura Yoshiaki. Als sich der Befehl zum Abzug verbreitete, begannen andere Besatzungen abzuziehen. Yi Chung-won, der dem Ming-General Dong Yiyuan zugeteilte koreanische Offizier, berichtete, die Japaner bei Dongyangchang an Dongs Front hätten am 17. Tag des 11. Monats mit dem Abzug begonnen, und am nächsten Tag seien etwa siebzig Schiffe über das Meer gefahren; Katō Kiyomasa gab Ulsan auf. Doch Konishi konnte nicht auslaufen, solange die verbündete Flotte die Seewege vor seiner Festung beherrschte.
Konishi versuchte, sich herauszuverhandeln. Koreanische Beamte warfen Liu Ting vor, eine private Absprache mit ihm getroffen zu haben: Königliche Sekretäre sagten dem König, Liu habe den Japanern Geiseln geschickt und sie absichtlich ziehen lassen, und er habe Chen Lin daran gehindert, den Seeweg abzuschneiden. Als Katō Ulsan verließ, hinterließ er eine an die Ming-Generäle gerichtete Bekanntmachung, die der koreanische Gouverneur von Gyeongsang für den Hof abschrieb. Darin behauptete Katō, Konishi habe mit den Ming-Generälen vereinbart, Frieden zwischen den drei Ländern zu schließen, und es sollten ihm Geiseln geschickt werden, und er warf den Ming vor, diese Vereinbarung gebrochen zu haben, indem sie Konishi belagerten.
Auf See wandte sich Konishi an Chen Lin. Nach der Encyclopedia of Korean Culture schickte Konishi Chen Bestechungsgeschenke und bat ihn, einen Rückzugsweg zu öffnen, und Chen ließ ein japanisches Botenboot passieren und teilte dies Yi danach mit. Die Enzyklopädie sagt, Konishi habe das Boot genutzt, um mit Shimazu Yoshihiro in Sacheon Verbindung aufzunehmen, in der Absicht, die Entsatzflotte die verbündete Flotte von hinten angreifen zu lassen. Der Kommentar des Hofhistorikers in den Annalen erzählt eine verwandte Geschichte: Eines Abends seien vier Japaner mit einem Boot abgefahren, und Yi habe Chen gesagt, sie seien gewiss gegangen, um Hilfe zu holen, und bald werde eine große Streitmacht eintreffen. Chen habe sich zunächst geweigert, ihr entgegenzufahren, aber zugestimmt, als Yi ihn unter Tränen anflehte.
Die Entsatzstreitmacht war groß. Der Linke Staatsrat Yi Deok-hyeong berichtete aus dem Süden, mehr als 300 japanische Schiffe aus Sacheon, Namhae und Goseong hätten am 19. Tag des 11. Monats Noryang erreicht. Das Jingbirok und die Revidierten Annalen sagen, Konishi habe den Befehlshaber in Sacheon um Hilfe gebeten, den koreanische Aufzeichnungen Sim Andon-o (沈安頓吾) nennen, also Shimazu. Die japanischsprachige Wikipedia nennt als Befehlshaber, die ausliefen, um Konishi zu retten, Shimazu Yoshihiro, Tachibana Muneshige, Sō Yoshitoshi, Takahashi Munemasu, Kobayakawa Hidekane, Chikushi Hirokado und Terazawa Masanari.
Einfach
Die Nachtschlacht in der Meerenge: 15.–16. Dezember 1598
Die Meerenge von Noryang ist der enge Kanal, der die Insel Namhae bei Hadong vom Festland trennt. Eine Flotte, die von Sacheon oder Goseong nach Westen in Richtung Suncheon segelte, musste durch sie hindurch oder südlich um Namhae herum fahren. Nach dem Kommentar des Hofhistorikers in den Annalen ruderten die verbündeten Flotten die Nacht hindurch und erreichten Noryang vor Tagesanbruch, wo sie die japanische Flotte ankommen sahen. Die Encyclopedia of Korean Culture zitiert das Gebet, das Yi in jener Nacht gesprochen haben soll, wie es spätere Darstellungen überliefern: „Wenn nur dieser Feind vernichtet werden kann, werde ich selbst im Tod nichts bereuen.“
Die Kämpfe begannen in den frühen Morgenstunden; die englischsprachige Wikipedia setzt den Beginn auf etwa 2 Uhr nachts an. Die Verbündeten setzten Kanonen und Brandpfeile ein, und die Schiffe kamen so nahe heran, dass Joseon-Besatzungen brennendes Holz auf die Decks japanischer Schiffe werfen konnten. Die Japaner antworteten mit heftigem Arkebusenfeuer und versuchten zu entern. Die Flotten gerieten in der engen Meerenge durcheinander, und einmal wurde Chen Lins Flaggschiff umzingelt; im Jingbirok und in den Revidierten Annalen wurde es von Yis Schiff gerettet, das inzwischen von Yis Neffen Yi Wan geführt wurde.
Die Geschichte der Ming beschreibt den Tod Deng Zilongs, eines Ming-Veteranen, der nach ihren Angaben über siebzig Jahre alt war. Chen Lin hatte ihn mit Yi Sun-sin ausgesandt, um mit 1.000 Mann auf drei großen Schiffen die Vorhut zu führen. Begierig, die ersten Ehren zu erringen, sprang Deng mit 200 Mann auf ein koreanisches Schiff und stürmte gegen den Feind, doch ein anderes verbündetes Schiff warf versehentlich Brandwaffen auf sein Schiff, das Feuer fing, und die Japaner rückten heran und töteten ihn.
Auch die Japaner erlitten schwere Verluste. Die japanischsprachige Wikipedia fasst japanische Klanaufzeichnungen zusammen und berichtet, Shimazu Yoshihiros eigenes Schiff sei zurückgefallen und beinahe geentert worden und nur durch das Musketenfeuer seiner Gefolgsleute und durch andere zu Hilfe eilende Schiffe gerettet worden; eine Abteilung unter Kabayama Hisataka wurde abgeschnitten, lief in der Bucht von Gwaneumpo auf Grund und musste die Insel Namhae zu Fuß durchqueren. Am Morgen wich die japanische Flotte an der Südseite von Namhae entlang nach Osten zurück. Yi Deok-hyeong berichtete, Leichen, zerbrochene Planken, Waffen und Kleidung hätten das Meer so dicht bedeckt, dass das Wasser nicht fließen konnte, und das Meer sei rot gewesen.
Mittel
Der Tod Yi Sun-sins und Deng Zilongs
Yi Sun-sin wurde am Morgen während der Verfolgung getötet. Die Revidierten Annalen sagen, er habe den Feind bis an den Rand von Namhae verfolgt, selbst gekämpft, Pfeilen und Steinen ausgesetzt, und sei von einer Kugel in die Brust getroffen worden. Die Umstehenden halfen ihm in den mit Vorhängen abgeschirmten Unterstand (帳中), und er sagte: „Die Schlacht ist auf ihrem Höhepunkt. Sagt ja nicht, dass ich tot bin“ (戰方急,愼勿言我死). Mit diesen Worten starb er. Das Jingbirok gibt dieselben Worte wieder und fügt hinzu, die Kugel sei durch seine Brust gedrungen und am Rücken wieder ausgetreten. Er war 53 Jahre alt.
In denselben beiden Darstellungen verbarg sein Neffe Yi Wan den Tod und trieb die Flotte in Yis Namen weiter an, sodass die Männer nichts davon wussten. Als Chen Lins Schiff umzingelt war, führte Yi Wan die Rettung an. Chen schickte einen Mann, um Yi zu danken, und erfuhr erst da, dass er tot war; nach dem Jingbirok warf er sich von seinem Stuhl zu Boden und rief: „Ich dachte, der alte Herr lebt und kommt, um mich zu retten. Warum ist er gestorben?“, schlug sich an die Brust und weinte. Die koreanischen und die Ming-Soldaten weinten in einem Lager nach dem anderen.
Der Kommentar des Hofhistorikers zu Yi Deok-hyeongs Bericht in den Annalen erzählt die Szene anders. Er verzeichnet keine letzten Worte. Er sagt, Yi sei von einer Kugel getroffen worden, während er Pfeile auf den Feind schoss, sein Sohn habe gerade in Wehklagen ausbrechen wollen, und die Soldaten seien erschrocken gewesen, und ein Mann namens Yi Mun-uk, der neben ihm stand, habe das Weinen unterbunden, den Leichnam mit Kleidung bedeckt und die Trommel zum Vorrücken geschlagen. Die Soldaten kämpften weiter in dem Glauben, Yi lebe, und man sagte, „der tote Sun-sin hat den lebenden Feind besiegt“. Die koreanischsprachige Wikipedia setzt Yi Mun-uk mit Son Mun-uk gleich, einem ehemaligen Gefangenen, der auf japanischer Seite gedient hatte. Einige populäre moderne Fassungen fügen weitere Worte hinzu, über das Schlagen der Trommeln oder das Tragen seiner Rüstung; diese stehen nicht in den hier verwendeten Hofaufzeichnungen oder im Jingbirok.
Yi war nicht der einzige koreanische Befehlshaber, der starb. Yi Deok-hyeong berichtete, Yi Sun-sin, der Befehlshaber von Garipo Yi Yeong-nam, der Magistrat von Nagan Bang Deok-ryong, der Magistrat von Heungyang Go Deuk-jang und andere, insgesamt etwa zehn, seien durch Kugeln getötet worden. Auf Seiten der Ming verkürzt die Geschichte der Ming die Erzählung: Sie sagt, Deng Zilong sei im Kampf gefallen und Yi Sun-sin, der ihm zu Hilfe eilte, sei ebenfalls gestorben.
Mittel
Konishis Flucht und die letzten Schiffe aus Busan
Die Schlacht hielt Konishi nicht auf. Yi Deok-hyeong berichtete, Konishi sei, als er die japanische Flotte geschlagen sah, aufs offene Meer geflohen, und japanische Truppen, die in ihren Lagern geblieben waren, hätten diese aufgegeben und das Getreide zurückgelassen, das sie am Ufer von Namhae aufgehäuft hatten. Das Jingbirok sagt, Konishi sei, während die verbündete Flotte den Feind an seinem Lager vorbei verfolgte, hinter ihr davongeschlüpft. Die englischsprachige Wikipedia beschreibt seinen Weg so, dass er am Südende der Insel Namhae vorbeiführte und die Meerenge von Noryang und die Schlacht umging. Die japanischsprachige Wikipedia fügt hinzu, Konishi und andere Befehlshaber hätten danach geholfen, etwa 500 von Shimazus Männern zu retten, die auf Namhae festsaßen.
Die japanischen Befehlshaber sammelten sich in Busan. Nach der englischsprachigen Wikipedia segelten Konishi, Shimazu, Katō und die anderen Generäle am 21. Dezember nach Japan, und die letzten Schiffe liefen am 24. Dezember aus. Die Nachrichten verbreiteten sich langsamer: Am 28. Tag des 11. Monats meldete ein koreanischer Befehlshaber, in Busan seien nur noch fünfzig oder sechzig Japaner, und am 29. (26. Dezember) teilte der Grenzverteidigungsrat dem König mit, die Japaner in Busan seien abgezogen, und schlug vor, die Nachricht im königlichen Ahnenschrein zu verkünden.
Die Reaktion des Hofes war gemischt. Hohe Minister kamen, um den König dazu zu beglückwünschen, dass die Japaner auf allen drei Wegen zugleich geflohen waren, räumten aber ein, dass Joseon in sieben Jahren kein einziges feindliches Lager zerstört und die feindlichen Anführer über das Meer hatte ziehen lassen; König Seonjo dankte dem Ming-Befehlshaber Xing Jie für den Sieg. Der Hofhistoriker ging weiter: Die Minister verdienten Tadel, schrieb er, weil sie dem König gratulierten, obwohl beim Abzug der Eindringlinge kein einziger feindlicher Befehlshaber getötet worden war. Xing Jie, der Oberkommandierende der Ming, befahl Liu Ting, Dong Yiyuan und Chen Lin nach Busan und bat den koreanischen Hof, sofort einen Nachfolger für Yi Sun-sin zu ernennen.
Noryang war die letzte große Schlacht des Krieges, doch der Krieg endete nicht mit einem Vertrag. Ming-Truppen blieben noch eine Zeit lang in Korea, und die Japaner, nun unter der Führung Tokugawa Ieyasus, suchten über die Herren von Tsushima den Frieden. Joseon schickte 1607 eine offizielle Gesandtschaft nach Japan, und das Giyu-Abkommen von 1609 legte die Bedingungen des Handels über Tsushima fest.
Mittel
Unterdessen in der Welt, 1598
In Europa war 1598 ein Jahr der Friedensschlüsse und Thronfolgen. In Frankreich erließ König Heinrich IV. im April 1598 das Edikt von Nantes, das den protestantischen Hugenotten Rechte gewährte, und am 2. Mai beendete der Frieden von Vervins seinen Krieg mit Spanien. Philipp II. von Spanien starb am 13. September 1598 im Escorial, fünf Tage vor Hideyoshi.
In Russland starb Zar Fjodor I. am 17. Januar 1598 (7. Januar nach dem damals in Russland verwendeten julianischen Kalender) kinderlos, und der Regent Boris Godunow wurde später im selben Jahr Zar. In Irland schlug während des Neunjährigen Krieges ein irisches Heer unter Hugh O’Neill am 14. August 1598 nach dem von den Engländern verwendeten julianischen Kalender (24. August nach dem gregorianischen Kalender) ein englisches Heer in der Schlacht am Yellow Ford vernichtend.
Keines dieser Ereignisse hatte etwas mit den Kämpfen bei Noryang zu tun. Sie nebeneinanderzustellen zeigt nur, dass das Jahr, in dem der Imjin-Krieg endete, auch anderswo ein Jahr der Abschlüsse war: Die französischen Religionskriege gingen zu Ende, und in Spanien und Russland traten neue Herrscher an.
Mittel
Erinnerung an Noryang
Die Trauer begann sofort. Die Revidierten Annalen und das Jingbirok sagen, wo immer Yis Sarg vorbeikam, hätten die Menschen Opfergaben aufgestellt und sich weinend an den Wagen geklammert, sodass er kaum vorankam. Der Hof ernannte ihn postum zum Rechten Staatsrat, und die Menschen an der Küste errichteten ihm aus eigenem Antrieb einen Schrein (in den Revidierten Annalen Chungmin, im Jingbirok Minchung genannt). Er wurde in Asan begraben. Nach der Encyclopedia of Korean Culture wurde er 1604 als Träger des Seonmu-Verdiensttitels erster Klasse aufgenommen und 1793 postum zum Ersten Staatsrat erhoben; sein postumer Titel Chungmu („loyal und militärisch tapfer“), unter dem er am bekanntesten ist, wurde ihm nach der englischsprachigen Wikipedia 1643 verliehen.
Zwei Stätten auf der Insel Namhae erinnern an die Schlacht. Im Chungnyeolsa in Seolcheon, nahe der Meerenge, soll Yis Leichnam geruht haben, bevor er nach Asan gebracht wurde; örtliche Gelehrte errichteten dort 1632 einen kleinen Schrein, der 1663 eine königliche Namenstafel erhielt. In Gwaneumpo, wo er gefallen sein soll, wurden 1832 auf königlichen Befehl ein Altar und eine Stele mit einer Inschrift von Hong Seok-ju errichtet; der Schrein dort heißt Irak-sa, „der Schrein, an dem Yi fiel“. Beide Stätten wurden 1973 als Historische Stätten ausgewiesen, und am 16. Dezember 1998, dem 400. Jahrestag, wurde in Gwaneumpo ein Stein mit seinen letzten Worten enthüllt.
Auch der Verbündeten wurde gedacht. Die Geschichte der Ming hält fest, dass Deng Zilong einen postumen Rang erhielt und dass ihm in Korea Opfer dargebracht wurden. Chen Lins Enkel ließ sich nach der koreanisch- und der englischsprachigen Wikipedia nach dem Fall der Ming in Korea nieder, und seine Nachkommen bilden den Gwangdong-Jin-Klan. In Japan erinnert man sich an Shimazu Yoshihiro vor allem wegen seines Sieges bei Sacheon, der ihm und seinem Haus nach der japanischsprachigen Wikipedia einen legendären militärischen Ruf einbrachte, und wegen seines Durchbruchs bei Sekigahara 1600; japanische Darstellungen sagen, die Koreaner und die Ming hätten ihn „Dämon Shimazu“ (鬼石曼子) genannt.
Im heutigen Südkorea gehört Noryang zur Geschichte Yi Sun-sins als Nationalheld. Der Film Noryang: Deadly Sea von Kim Han-min aus dem Jahr 2023 vollendete eine Trilogie, die mit Myeongnyang (2014) und Hansan (2022) begonnen hatte. Im koreanischen Sprachgebrauch heißt die Schlacht meist Noryang haejeon („Seeschlacht“) statt daecheop („großer Sieg“), und die japanischsprachige Wikipedia vermutet, dass dies daran liegt, dass der Held, der das Land gerettet hatte, in ihr starb.
Fortgeschritten
Schiffe und Tote zählen: was die Quellen sagen
Die Größe der verbündeten Flotte ist unsicher. Die englischsprachige Wikipedia nennt, Samuel Hawley folgend, 82 Joseon-Panokseon mit 8.000 Seeleuten und Marinesoldaten und eine Ming-Flotte aus sechs großen Kriegsdschunken, 57 leichteren Kriegsschiffen und zwei von Yi geliehenen Panokseon, mit 5.000 Mann des Guangdong-Geschwaders und 2.600 Ming-Marinesoldaten, die an Bord koreanischer Schiffe kämpften, insgesamt etwa 150 Schiffe und 16.000 Mann. Die Encyclopedia of Korean Culture spricht von über 200 verbündeten Schiffen. Die Geschichte der Ming nennt für Chen Lin über 13.000 Mann und mehrere Hundert Kriegsschiffe, doch das beschreibt sein gesamtes Marinekommando, nicht die Flotte bei Noryang. Die Zahl des Jingbirok von über 8.000 Mann bezieht sich auf Yis Stützpunkt auf Gogeumdo einige Monate zuvor.
Die japanischen Zahlen schwanken noch stärker. Yi Deok-hyeong meldete über 300 Schiffe aus Sacheon, Namhae und Goseong; die Encyclopedia of Korean Culture und die englischsprachige Wikipedia nennen etwa 500, die englischsprachige Wikipedia etwa 20.000 Mann. Die japanischsprachige Wikipedia weist darauf hin, dass weder 300 noch 500 aus japanischen Aufzeichnungen stammt und dass sich die Aufgebotsquoten der fünf beteiligten Häuser auf etwa 17.000 Mann summieren. Die Zahl von 60.000 Mann in der koreanischsprachigen Wikipedia wird im selben Artikel in Frage gestellt.
Die hier angeführten absoluten Verlustzahlen stammen aus Berichten der Verbündeten. Yi Deok-hyeong meldete über 200 zerstörte japanische Schiffe und mehrere Tausend Tote oder Verwundete, während etwa 100 Schiffe in Richtung Namhae entkamen. Chen Lins Bote berichtete dem Hof von 100 erbeuteten und 200 verbrannten Schiffen, 500 genommenen Köpfen und über 180 Gefangenen und fügte hinzu, die Ertrunkenen ließen sich noch nicht zählen. Die Revidierten Annalen und das Jingbirok sprechen von über 200 verbrannten Schiffen. In ihrer Darstellung der letzten Operationen insgesamt behauptet die Geschichte der Ming, die Verbrannten oder Ertrunkenen seien nach Zehntausenden gezählt worden, eine Zahl, die nicht eindeutig auf Noryang beschränkt ist. Die japanischsprachige Wikipedia vermerkt, dass die Hausgeschichte der Shimazu, das Seikanroku, keine Zahl verlorener Schiffe nennt und sechsundzwanzig Tote namentlich aufführt, nur mit dem Zusatz, dass viele andere starben. Das Seikanroku gibt also keine Gesamtzahl an. Die japanischsprachige Wikipedia führt auch andere japanische Darstellungen an, nach denen die Hälfte der japanischen Soldaten starb oder sechzig Kriegsschiffe zurückkehrten; keine dieser Behauptungen begründet eine verlässliche Gesamtzahl.
Die Verluste der Verbündeten sind vor allem namentlich bekannt. Auf Joseon-Seite sollen etwa zehn Befehlshaber, darunter Yi Sun-sin, durch Schüsse getötet worden sein; auf Ming-Seite Deng Zilong und andere. Die japanischsprachige Wikipedia führt Zahlen von vier versenkten Joseon- und zwei versenkten Ming-Schiffen an, doch die hier verwendeten Quellen verzeichnen nicht, wie viele einfache Soldaten und Seeleute auf beiden Seiten getötet wurden.
Fortgeschritten
Die Quellen und ihre Probleme
Die Nachrichten erreichten Seoul in Etappen, und die ersten Berichte waren falsch. Am 21. Tag des 11. Monats meldete ein Eilbote des westlichen Ming-Heeres, die Verbündeten hätten am 19. die Festung Waegyo angegriffen, mehr als fünfzig japanische Schiffe verbrannt, als der Feind zu fliehen versuchte, und „Sim Ando“, also Shimazu, getötet, der zu Hilfe gekommen sei. Am 24. brachte Chen Lins Bote seine Zahlen und bestätigte, dass Yi tot war. Am 27. kam Yi Deok-hyeongs Bericht, die ausführlichste frühe koreanische Darstellung, dem der Hofhistoriker einen langen Kommentar über Yis Charakter und Tod beifügte. Tatsächlich überlebte Shimazu die Schlacht und starb 1619 in Japan.
Die bekannteste Fassung von Yis letzten Worten stammt aus zwei Texten, die nach dem Krieg geschrieben oder zusammengestellt wurden: Yu Seong-ryongs Jingbirok und die Revidierten Annalen König Seonjos, die 1657 fertiggestellt wurden und deren Darstellung von Noryang eng, fast wörtlich dem Jingbirok folgt. Der Kommentar des Hofhistorikers in den ursprünglichen Annalen nennt keine letzten Worte und schreibt das Verbergen des Todes Yi Mun-uk zu, nicht Yi Wan. Die Encyclopedia of Korean Culture bringt Elemente beider: Sie zitiert dieselben letzten Worte wie das Jingbirok und beschreibt dann, wie Yi Mun-uk den Leichnam bedeckt. Die Überlieferungen stimmen darin überein, dass Yi während der Kämpfe von einer Kugel getroffen und sein Tod verheimlicht wurde; sie unterscheiden sich darin, was er sagte und wer handelte.
Ming-Quellen sind vom Berichtswesen der Ming geprägt. Chen Lins Biografie in der Geschichte der Ming schreibt ihm zu, Shi Manzi (石曼子), den chinesischen Namen für Shimazu, abgefangen und getötet zu haben, was nicht stimmt. Die japanischsprachige Wikipedia beschreibt, wie 1599 in Peking japanische Gefangene mit übertriebenen Angaben über ihren Rang vorgeführt wurden, und vermutet, dass Ming-Befehlshaber ihren Erfolg aufbauschten, weil kein bedeutender japanischer Befehlshaber gefangen genommen worden war.
Zur Schlacht selbst geben japanische Quellen weniger her. Die japanischsprachige Wikipedia führt Klantagebücher und Erinnerungen von Gefolgsleuten der Shimazu sowie die spätere Shimazu-Geschichte Seikanroku (1671) an, die die Taten und den Tod einzelner Gefolgsleute verzeichnen, aber wenige Gesamtzahlen nennen. Japanische Aufzeichnungen datieren die Schlacht und Konishis Abzug auf den 18. Tag des 11. Monats nach japanischem Kalender, wo koreanische Aufzeichnungen den 19. nennen; die beiden Kalender lagen einen Tag auseinander, und in den westlichen Kalender umgerechnet bezeichnen beide die Nacht vom 15. auf den 16. Dezember.
Fortgeschritten
Debatten: Wer gewann, warum wurde gekämpft und wie starb Yi?
Wer gewann? Koreanische Darstellungen und die hier zitierten Zusammenfassungen der englisch- und der japanischsprachigen Wikipedia beschreiben Noryang als Sieg der Verbündeten zur See: Die japanische Entsatzflotte verlor einen großen Teil ihrer Schiffe und kehrte um, und die japanischsprachige Wikipedia nennt dies die allgemein anerkannte Sicht. Ein zweiter Punkt wird ebenfalls betont: Ziel des japanischen Unternehmens war es, Konishi aus Suncheon herauszuholen, und dieses Ziel wurde erreicht. Der Artikel der japanischsprachigen Wikipedia über Shimazu Yoshihiro sagt das unmittelbar, und auch der Artikel der englischsprachigen Wikipedia über den Krieg sagt, strategisch hätten die Japaner ihr Ziel erreicht. Beide Sichtweisen beruhen auf denselben Tatsachen: Die Verbündeten gewannen den Kampf zur See, doch das japanische Heer entkam.
Warum gegen einen Feind kämpfen, der bereits abzog? Für Yi Sun-sin und viele am Joseon-Hof war es unannehmbar, die Japaner nach sieben Jahren Krieg ungestraft ziehen zu lassen. Der Kommentar des Hofhistorikers vom 24. Tag des 11. Monats zeigt diesen Zorn, ebenso die Vorwürfe gegen Liu Ting. Chen Lin zögerte nach der Encyclopedia of Korean Culture und den Annalen zunächst, den Kampf aufzunehmen, und Liu Ting zog in den Augen koreanischer Beamter Verhandlungen vor. Zur Schlacht kam es, weil Yi sich weigerte, die Blockade aufzuheben, und weil die Japaner versuchten, sie mit Gewalt zu brechen.
Suchte Yi Sun-sin seinen eigenen Tod? Diese These ist in der populären Geschichtsschreibung langlebig. Sie verweist auf seine Verhaftung und Folter 1597 und auf die Hofpolitik, der er nach dem Krieg ausgesetzt gewesen wäre; genau in den Wochen von Noryang wurde sein Förderer Yu Seong-ryong angeklagt und entlassen. Die koreanischsprachige Wikipedia führt eine Biografie von Choe Seok-nam aus dem Jahr 1992 an, die diese These vertritt, und die englischsprachige Wikipedia beschreibt, dass Kim Hoons Roman Song of the Sword von 2001 Yi zeigt, wie er sich absichtlich der Gefahr aussetzt. Die Encyclopedia of Korean Culture vermerkt, dass Yis Tod bei späteren Generationen viele Fragen aufgeworfen hat, diese aber Spekulation ohne feste Belege bleiben. Die frühen Aufzeichnungen beschreiben, wie er während der Verfolgung im Kampf von einer Kugel getroffen wurde.
War Noryang das Ende des Krieges? Es war die letzte große Schlacht, und koreanische Darstellungen sagen oft, mit Noryang sei der Krieg zu Ende gegangen. Doch die Japaner zogen bereits ab, und die letzten Schiffe verließen Busan eine Woche später; es gab keinen Friedensvertrag, und normale Beziehungen wurden erst 1607–1609 wiederhergestellt. Noryang ist am besten als der gewaltsame letzte Akt eines bereits beschlossenen Abzugs zu sehen, der die Verbündeten ihren berühmtesten Befehlshaber kostete.
Kernideen
- Rückzug unter Beschuss
- Japan hatte nach Hideyoshis Tod bereits beschlossen, Korea zu verlassen. Die letzte Schlacht wurde nicht um Eroberung geführt, sondern um ein eingeschlossenes Heer herauszuholen und um seinen Abzug zu verhindern.
- Blockade
- Indem die verbündete Flotte die Seewege vor Suncheon beherrschte, hinderte sie Konishis Heer daran, davonzusegeln. Die Blockade zu brechen war der Grund, warum die japanische Entsatzflotte nach Noryang kam.
- Kampf in der Meerenge
- Die Meerenge von Noryang zwang die Flotten dicht zusammen, sodass Kanonen, Brandwaffen und Entern gleichermaßen zum Einsatz kamen, und der Kampf war unübersichtlich und für beide Seiten verlustreich.
- Ein schwieriges Bündnis
- Die Befehlshaber Joseons und der Ming wollten nicht immer dasselbe: Chen Lin und Liu Ting waren zu Verhandlungen bereit, während Yi Sun-sin auf dem Kampf bestand.
- Sieg und Flucht
- Die Verbündeten gewannen die Schlacht zur See, doch Konishis Heer entkam. Ob Noryang als Sieg gilt, hängt davon ab, an welchem Ziel man es misst.
- Letzte Worte und Aufzeichnungen
- Yis berühmte letzte Worte stammen aus dem Jingbirok und den Revidierten Annalen; die ursprüngliche Hofaufzeichnung erzählt die Szene anders. Ein Vergleich zeigt, wie eine Geschichte geformt wird.
- Letzte Schlacht, kein Frieden
- Noryang beendete die Kämpfe, doch Frieden kam erst durch spätere Verhandlungen, mit einer Gesandtschaft 1607 und einem Handelsabkommen 1609.
Einträge
- 1597 — August: Die Joseon-Flotte wird bei Chilcheollyang vernichtet; Yi Sun-sin wird wieder zum Marinekommandanten ernannt.
- 1597 — 26. Oktober: Yi besiegt bei Myeongnyang eine viel größere japanische Flotte.
- 1598 — Januar–Februar: Die erste Belagerung Ulsans durch die Verbündeten scheitert.
- 1598 — 2. Mondmonat (März): Yi verlegt sein Hauptquartier nach Gogeumdo.
- 1598 — Die Ming-Flotte unter Chen Lin vereinigt sich auf Gogeumdo mit Yi.
- 1598 — 18. September: Toyotomi Hideyoshi stirbt in Fushimi; die japanische Führung beschließt den Abzug aus Korea.
- 1598 — Oktober–November: Die Offensive der Verbündeten auf vier Wegen scheitert bei Ulsan, Sacheon und Suncheon.
- 1598 — 15.–16. Dezember (18.–19. Tag des 11. Mondmonats): Schlacht bei Noryang; Yi Sun-sin und Deng Zilong fallen; Konishi verlässt Suncheon.
- 1598 — 21.–24. Dezember: Die letzten japanischen Truppen segeln von Busan nach Hause.
- 1604 — Yi Sun-sin wird als Träger des Seonmu-Verdiensttitels erster Klasse aufgenommen.
- 1607 — Joseon schickt eine offizielle Gesandtschaft nach Japan, die hoedap-gyeom-swaehwansa („Gesandte zur Antwort und zur Heimholung von Gefangenen“).
- 1832 — In Gwaneumpo, wo Yi fiel, werden auf königlichen Befehl ein Altar und eine Stele errichtet.
- 1973 — Gwaneumpo und der Schrein Chungnyeolsa auf Namhae werden als Historische Stätten ausgewiesen.
- 2023 — Der Film Noryang: Deadly Sea kommt in die Kinos.
Glossar
- Noryang (露梁)
- Die enge Meerenge zwischen der Insel Namhae und dem Festland bei Hadong an der Südküste Koreas.
- Panokseon
- Das wichtigste Kriegsschiff Joseons: ein großes Ruderschiff mit einem erhöhten Oberdeck, das die Ruderer schützte und Kanonen trug.
- Wajō (Waeseong)
- Festungen japanischer Bauart, die während des Krieges an der Südküste Koreas errichtet wurden, etwa bei Ulsan, Sacheon und Suncheon.
- Waegyo
- Der Name, den koreanische Aufzeichnungen Konishi Yukinagas Festung bei Suncheon geben (auch Yegyo geschrieben).
- Offensive auf vier Wegen (saro byeongjin)
- Der Plan der Verbündeten vom Herbst 1598, Ulsan, Sacheon und Suncheon gleichzeitig zu Lande anzugreifen, mit einer vierten Streitmacht auf See.
- Samdo sugun tongjesa
- Marinekommandant der drei südlichen Provinzen, das Amt, das Yi Sun-sin bei Noryang innehatte.
- Seepass (haero tonghaengcheop)
- Eine Erlaubnis, die Yi auf Gogeumdo ausstellte: Boote zahlten Reis für das Recht zu segeln, was sein Heer ernährte.
- Arkebuse
- Eine frühe Luntenschlossmuskete; die Japaner setzten sie in großer Zahl ein, und Yi wurde von einer Arkebusenkugel getötet.
- Rat der Fünf Ältesten
- Die fünf großen Fürsten, die Hideyoshi einsetzte, um für seinen jungen Sohn zu regieren; sie befahlen den Abzug aus Korea.
- Lunisolarkalender
- Der Kalender, den Joseon und Japan verwendeten, mit Monaten, die dem Mond folgen. Seine Daten müssen in den westlichen (gregorianischen) Kalender umgerechnet werden, und die koreanische und die japanische Fassung konnten um einen Tag voneinander abweichen.
Fragen und Antworten
Was waren Yi Sun-sins letzte Worte?
Nach dem Jingbirok und den Revidierten Annalen König Seonjos: „Die Schlacht ist auf ihrem Höhepunkt. Sagt ja nicht, dass ich tot bin.“ Die ursprünglichen Annalen verzeichnen keine letzten Worte, und manche populären Fassungen fügen weitere hinzu.
Warum kämpften sie, wenn Japan ohnehin abzog?
Konishis Heer war durch die Blockade der Verbündeten bei Suncheon eingeschlossen, und andere japanische Befehlshaber kamen, um sie zu brechen. Yi Sun-sin weigerte sich, die Eindringlinge ungestraft ziehen zu lassen, während seine Verbündeten eher zu Verhandlungen bereit waren.
Nahm Chen Lin Bestechungsgeschenke von Konishi an?
Koreanische Darstellungen, darunter die Encyclopedia of Korean Culture, sagen, Konishi habe Chen Bestechungsgeschenke geschickt, und Chen habe ein japanisches Boot passieren lassen. Chen kämpfte dennoch bei Noryang, wo sein eigenes Schiff umzingelt und gerettet wurde.
Suchte Yi Sun-sin bewusst den Tod?
Einige spätere Autoren haben das vermutet und dabei auf die Hofpolitik verwiesen, der er ausgesetzt war. Die Encyclopedia of Korean Culture nennt dies Spekulation ohne feste Belege; die frühen Aufzeichnungen beschreiben, wie er im Kampf von einer Kugel getroffen wurde.
Wer gewann die Schlacht?
Die Verbündeten gewannen den Kampf zur See und fügten schwere Verluste zu. Doch die Japaner erreichten ihr Hauptziel: Konishis Heer entkam und segelte nach Hause.
War Noryang das Ende des Krieges?
Es war die letzte große Schlacht. Die letzten Japaner verließen Busan etwa eine Woche später, doch es gab keinen Friedensvertrag; die Beziehungen zu Japan wurden erst 1607–1609 wiederhergestellt.
Ist das Datum der 19. November oder der 16. Dezember?
Beides bezeichnet denselben Tag. Der 19. Tag des 11. Mondmonats im Joseon-Kalender ist der 16. Dezember 1598 nach westlichem Kalender. „19. November“ vermischt den Mondmonat mit dem westlichen Kalender.
Quellen und weiterführende Literatur
- 조성도, 노량해전 (露梁海戰). Encyclopedia of Korean Culture (Academy of Korean Studies)
- 이순신 (李舜臣). Encyclopedia of Korean Culture (Academy of Korean Studies)
- 정유재란 (丁酉再亂). Encyclopedia of Korean Culture (Academy of Korean Studies)
- Revised Annals of King Seonjo (선조수정실록), vol. 32, 1st day of the 11th month of the 31st year of Seonjo (1598), entry 2: naval commander Yi Sun-sin defeats the enemy relief force at sea and is killed. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 21st day of the 11th month of 1598, entry 2: Gyeongsang Left Army Commander Seong Yun-mun reports captives’ accounts of Hideyoshi’s death. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 21st day of the 11th month of 1598, entry 3: first report of the attack on Waegyo and the naval battle of the 19th. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 23rd day of the 11th month of 1598, entry 2: the censorates demand that Yu Seong-ryong be stripped of office; the king replies that he has already been dismissed. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 23rd day of the 11th month of 1598, entry 6: the Royal Secretariat accuses Liu Ting of letting the enemy go. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 24th day of the 11th month of 1598, entry 1: senior ministers congratulate the king on the enemy’s flight, with the historian’s comment. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 24th day of the 11th month of 1598, entry 2: Yun Du-su and others on Liu Ting’s release of the enemy. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 24th day of the 11th month of 1598, entry 4: Chen Lin’s messenger reports the results of the naval battle and Yi Sun-sin’s death. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 24th day of the 11th month of 1598, entry 5: Xing Jie orders the Ming generals to Busan and asks for Yi Sun-sin’s successor. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 26th day of the 11th month of 1598, entry 3: King Seonjo visits Xing Jie and thanks the Ming for the victory. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 26th day of the 11th month of 1598, entry 5: report from Dong Yiyuan’s liaison officer that the Japanese at Dongyangchang have withdrawn. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 27th day of the 11th month of 1598, entry 5: Left State Councillor Yi Deok-hyeong reports the battle at Noryang, with the historian’s comment on Yi Sun-sin. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 28th day of the 11th month of 1598, entry 2: Gyeongsang governor Jeong Gyeong-se sends the notice Katō Kiyomasa left at Ulsan. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 28th day of the 11th month of 1598, entry 3: report that only fifty or sixty Japanese remain at Busan. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Veritable Records of King Seonjo (선조실록), vol. 106, 29th day of the 11th month of 1598, entry 6: the Border Defence Council reports that the Japanese have left Busan. Annals of the Joseon Dynasty database, National Institute of Korean History
- Yu Seong-ryong (柳成龍), 懲毖錄 (Jingbirok), vol. 2 (classical Chinese text). Wikisource
- 明史 (Ming History), vol. 247: biographies of Chen Lin and Deng Zilong (classical Chinese text). Wikisource
- 음양력 변환 계산 (Lunar–solar calendar conversion). Korea Astronomy and Space Science Institute
- Battle of Noryang. Wikipedia
- 노량 해전. Wikipedia (Korean)
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- 順天城の戦い. Wikipedia (Japanese)
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- Yi Sun-sin. Wikipedia
- 이순신. Wikipedia (Korean)
- 이문욱. Wikipedia (Korean)
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- 진린. Wikipedia (Korean)
- Shimazu Yoshihiro. Wikipedia
- 島津義弘. Wikipedia (Japanese)
- 선조실록. Wikipedia (Korean)
- 남해 관음포 이충무공 유적. Wikipedia (Korean)
- 남해 충렬사. Wikipedia (Korean)
- Noryang: Deadly Sea. Wikipedia
- Edict of Nantes. Wikipedia
- Peace of Vervins. Wikipedia
- Philip II of Spain. Wikipedia
- Boris Godunov. Wikipedia
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Mit KI-Unterstützung auf Grundlage der oben aufgeführten veröffentlichten Quellen verfasst und bei neuen Forschungsergebnissen überarbeitet.
