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Für junge Leser
Vor etwa 160 Jahren waren die Vereinigten Staaten gespalten. In den Südstaaten wurden etwa vier Millionen Schwarze Menschen versklavt. Sie mussten ohne Lohn arbeiten, konnten von ihren Familien getrennt und verkauft werden und hatten keine Rechte. In den Nordstaaten war die Sklaverei abgeschafft. Viele Menschen dort wollten nicht, dass sie sich in neue Gebiete im Westen ausbreitete.
1860 wurde Abraham Lincoln zum Präsidenten gewählt. Er wollte verhindern, dass sich die Sklaverei ausbreitete. Viele Anführer im Süden fürchteten, dass die Sklaverei irgendwann ganz verschwinden würde. Deshalb erklärten elf Südstaaten, sie wollten die Vereinigten Staaten verlassen. Sie gründeten einen eigenen Staat: die Konföderierten Staaten von Amerika.
Der Norden wurde Union genannt. Er sagte, das Land dürfe nicht auseinanderbrechen. Im April 1861 schossen Soldaten der Konföderation auf Fort Sumter, ein Fort der Union in South Carolina. So begann der Krieg. Er dauerte vier lange Jahre. Große Armeen kämpften bei Antietam, Gettysburg und Vicksburg.
Während des Krieges flohen versklavte Menschen zu den Armeen der Union, um frei zu werden. Etwa 200.000 Schwarze Männer dienten als Soldaten und Matrosen für die Union. 1863 verkündete Lincoln die Emanzipationsproklamation. Sie erklärte versklavte Menschen in den abtrünnigen Staaten für frei. 1865 ergab sich die Konföderation. Der 13. Zusatzartikel zur Verfassung schaffte die Sklaverei im ganzen Land ab.
Es war der Krieg mit den meisten Toten in der Geschichte der Vereinigten Staaten: Weit über 600.000 Soldaten starben, die meisten an Krankheiten. Nach dem Krieg stritten die Menschen noch viele Jahre darüber, wie der Süden wieder aufgebaut werden sollte und ob ehemals versklavte Menschen gleiche Rechte bekommen würden. Auch heute wird darüber gestritten, wie man an den Krieg erinnern soll.
Auf einen Blick
- Zeitraum
- 12. April 1861 (Fort Sumter) bis Frühjahr 1865 (Appomattox, 9. April 1865; die letzten konföderierten Truppen ergaben sich bis Juni 1865)
- Schauplätze
- Vereinigte Staaten, vor allem die Südstaaten, das Mississippi-Tal und die Grenzregion; Seekrieg an der Atlantik- und Golfküste
- Kriegsparteien
- Vereinigte Staaten (die Union, mehr als 20 sklavenfreie Staaten und 4 Grenzstaaten mit Sklaverei) gegen die Konföderierten Staaten von Amerika (11 ausgetretene Sklavenstaaten)
- Hauptursache
- Die Zukunft der Sklaverei und ihre Ausbreitung in die westlichen Territorien
- Wichtige Persönlichkeiten
- Abraham Lincoln, Ulysses S. Grant, William T. Sherman, Frederick Douglass, Harriet Tubman; Jefferson Davis, Robert E. Lee, Alexander Stephens
- Tote
- Traditionell etwa 620.000 Soldaten; eine Schätzung von 2011 auf Grundlage von Volkszählungsdaten geht von etwa 750.000 aus (Spanne von ungefähr 650.000 bis 850.000). Die Zahl der zivilen Todesopfer ist unbekannt.
- Ausgang
- Sieg der Union; Auflösung der Konföderation; Abschaffung der Sklaverei durch den 13. Verfassungszusatz (1865)
- Folgen
- Reconstruction (1865–1877): 14. und 15. Verfassungszusatz, danach Ausbreitung der Rassentrennung und Entzug des Wahlrechts
Einfach
Was war der Amerikanische Bürgerkrieg?
Der Amerikanische Bürgerkrieg war ein Krieg innerhalb eines Landes, der Vereinigten Staaten, von 1861 bis 1865. Auf der einen Seite stand die Bundesregierung, meist Union oder einfach „der Norden“ genannt. Auf der anderen Seite standen die Konföderierten Staaten von Amerika, ein neuer Staat, den elf Südstaaten nach ihrer Unabhängigkeitserklärung gegründet hatten. Die Konföderation wurde meist „der Süden“ genannt.
Der Krieg hatte viele Namen. Im Norden hieß er oft „Krieg der Rebellion“, und die nach dem Krieg veröffentlichten amtlichen Militärakten trugen diesen Titel. Viele weiße Südstaatler bevorzugten später die Bezeichnung „Krieg zwischen den Staaten“. Sie ließ den Krieg wie einen Konflikt zwischen zwei gleichberechtigten Staaten erscheinen und nicht wie eine Rebellion. Auf Koreanisch heißt er 남북 전쟁, „Krieg zwischen Süden und Norden“.
Es war ein sehr großer Krieg. Rund zwei Millionen Männer dienten in den Streitkräften der Union und möglicherweise 750.000 bis eine Million in denen der Konföderation. Über die genaue Zahl auf konföderierter Seite sind sich Historikerinnen und Historiker uneinig, weil viele Unterlagen verloren gingen. Die Schlachten erstreckten sich über ein riesiges Gebiet: von Pennsylvania im Norden bis Texas und Florida im Süden und von der Atlantikküste bis New Mexico.
Einfach
Warum kam es zum Krieg? Die Sklaverei im Mittelpunkt
1860 waren etwa vier Millionen Menschen versklavt, fast jeder dritte Einwohner der Südstaaten. Die Sklaverei bildete die Grundlage der Wirtschaft des Südens: Versklavte Menschen bauten Baumwolle, Tabak, Zuckerrohr und Reis an, und Baumwolle war das wichtigste Exportgut der Vereinigten Staaten. Nach verbreiteten historischen Schätzungen war der Wert versklavter Menschen als „Eigentum“ größer als der Wert aller Eisenbahnen und Fabriken des Landes zusammen. Versklavte Menschen leisteten auf vielfältige Weise Widerstand, etwa indem sie langsamer arbeiteten oder flohen. Das Gesetz bot ihnen jedoch keinen Schutz.
Jahrzehntelang stritten die Menschen in den Vereinigten Staaten politisch darüber, ob in neuen westlichen Territorien Sklaverei erlaubt sein sollte. Der Missouri-Kompromiss von 1820 und der Kompromiss von 1850 sollten die Frage lösen. Doch das Gesetz über die Rückführung geflohener Sklaven von 1850 verpflichtete Menschen im Norden, bei der Rückführung von Menschen zu helfen, die der Sklaverei entkommen waren. Das empörte viele. 1854 warf der Kansas-Nebraska Act die Frage erneut auf, und in Kansas brach Gewalt aus. 1857 entschied der Oberste Gerichtshof im Fall Dred Scott, dass Schwarze Amerikaner keine Staatsbürger sein könnten und der Kongress die Sklaverei in den Territorien nicht verbieten dürfe. 1859 griff der Abolitionist John Brown das Waffenlager der Bundesregierung in Harpers Ferry an, weil er einen Aufstand versklavter Menschen auslösen wollte.
Abraham Lincoln und seine neue Republikanische Partei schlugen nicht vor, die Sklaverei in den Staaten abzuschaffen, in denen sie bereits bestand. Sie waren aber entschlossen, ihre Ausbreitung zu verhindern. Als Lincoln im November 1860 die Präsidentschaftswahl gewann, ohne in einem einzigen Staat des tiefen Südens zu siegen, erklärte South Carolina am 20. Dezember 1860 seinen Austritt aus der Union. Sechs weitere Staaten folgten vor Lincolns Amtsantritt. In ihren offiziellen Erklärungen sagten sie ausdrücklich, dass sie die Sklaverei schützen wollten. Im März 1861 sagte der Vizepräsident der Konföderation, Alexander Stephens, in seiner „Cornerstone Speech“, die neue Regierung beruhe auf der Vorstellung, Schwarze Menschen seien weißen Menschen nicht gleichgestellt und Sklaverei sei ihr natürlicher Zustand.
Später behaupteten manche, im Krieg sei es eigentlich um „Rechte der Einzelstaaten“ oder Zölle gegangen. Die überwältigende Mehrheit der Historikerinnen und Historiker ist sich heute einig, dass die Sklaverei die Hauptursache war. Der Streit über die Rechte der Einzelstaaten war real, betraf aber meist das Recht, die Sklaverei zu erhalten und auszuweiten. Tatsächlich hatten führende Südstaatler die Macht der Bundesregierung nachdrücklich unterstützt, wenn es darum ging, geflohene versklavte Menschen aufzugreifen.
Einfach
Wer kämpfte gegen wen?
Zur Union gehörten die sklavenfreien Staaten des Nordens und Westens sowie vier „Grenzstaaten“, in denen Sklaverei erlaubt war: Delaware, Maryland, Kentucky und Missouri. West Virginia trennte sich von Virginia und trat der Union 1863 als neuer Staat bei. Die Union hatte mehr als doppelt so viele Einwohner wie die Konföderation, die meisten Fabriken und Eisenbahnen sowie eine Marine.
Zur Konföderation gehörten South Carolina, Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, Louisiana und Texas, die vor Kriegsbeginn aus der Union austraten. Virginia, Arkansas, Tennessee und North Carolina traten nach dem Beginn der Kämpfe bei Fort Sumter aus. Ihr Präsident war Jefferson Davis. Die Hauptstadt wurde von Montgomery in Alabama nach Richmond in Virginia verlegt. Die Konföderation hoffte, lange genug durchzuhalten, damit der Norden aufgab und Großbritannien und Frankreich, die Baumwolle aus dem Süden benötigten, sie anerkannten.
Keine der beiden Seiten war völlig einig. Viele Menschen in den Bergregionen des Südens, etwa im Osten Tennessees, unterstützten die Union. Im Norden wollten einige Demokraten, die den Spitznamen „Copperheads“ trugen, Frieden mit dem Süden schließen. Die indigenen Nationen im Indianerterritorium, dem heutigen Oklahoma, waren gespalten; einige kämpften auf der einen, andere auf der anderen Seite. Vor allem aber hatten die vier Millionen versklavten Menschen ein eigenes Ziel: Freiheit.
Mittel
Der Verlauf des Krieges (1861–1865)
Beide Seiten erwarteten einen kurzen Krieg. In der ersten Schlacht am Bull Run nahe Washington im Juli 1861 siegten die Konföderierten. Damit wurde klar, dass der Krieg lange dauern würde. Die Union verfolgte eine Strategie, bei der sie die Häfen des Südens blockieren und den Mississippi kontrollieren wollte, um die Konföderation zu teilen. Sie wird manchmal „Anakonda-Plan“ genannt. Im Westen eroberte Ulysses S. Grant Anfang 1862 die Forts Henry und Donelson und überstand im April die blutige Schlacht von Shiloh. Im selben Monat nahmen Schiffe der Union New Orleans ein.
Im Osten übernahm Robert E. Lee 1862 den Befehl über die konföderierte Nord-Virginia-Armee und errang eine Reihe von Siegen. Sein Einmarsch in Maryland endete am 17. September 1862 in der Schlacht am Antietam, dem blutigsten einzelnen Tag in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Lincoln nutzte diesen Teilerfolg, um die vorläufige Emanzipationsproklamation anzukündigen. Lee siegte im Dezember 1862 erneut bei Fredericksburg und im Mai 1863 bei Chancellorsville. Danach marschierte er in Pennsylvania ein.
Der Juli 1863 war ein Wendepunkt. Bei Gettysburg (1.–3. Juli) wurde Lees Armee besiegt und zog sich zurück. Am 4. Juli ergab sich die konföderierte Festung Vicksburg am Mississippi nach langer Belagerung Grant. Damit kontrollierte die Union den Fluss. Im November hielt Lincoln seine kurze Gettysburg-Rede. Er beschrieb den Krieg als Prüfung, ob eine Nation überleben könne, die dem Grundsatz verpflichtet sei, „dass alle Menschen gleich geschaffen sind“.
1864 drängte Grant, nun Oberbefehlshaber, Lee in Virginia in einer Reihe verlustreicher Schlachten zurück: in der Wilderness, bei Spotsylvania und bei Cold Harbor. Anschließend belagerte er Petersburg. William T. Sherman eroberte im September 1864 Atlanta, was Lincoln bei seiner Wiederwahl im November half. Danach marschierte Sherman durch Georgia bis zum Meer und zerstörte Eisenbahnen, Ernten und Eigentum, um die Kampffähigkeit und den Kampfwillen des Südens zu brechen. Im April 1865 gab Lee Richmond auf und kapitulierte am 9. April bei Appomattox Court House. Fünf Tage später schoss John Wilkes Booth auf Lincoln, der am nächsten Morgen starb. Die übrigen konföderierten Armeen ergaben sich in den folgenden Wochen.
Mittel
Vom Krieg für die Union zum Krieg für die Freiheit
Anfangs erklärte Lincoln, sein Ziel sei die Rettung der Union und nicht die Abschaffung der Sklaverei. Damit wollte er zum Teil die Grenzstaaten auf der Seite der Union halten. Doch versklavte Menschen drängten die Frage in den Vordergrund. Schon in den ersten Kriegsmonaten flohen sie zu den Truppen der Union. Im Mai 1861 weigerte sich der Unionsgeneral Benjamin Butler in Fort Monroe, Virginia, drei geflohene Männer zurückzugeben, und bezeichnete sie als „Kriegskonterbande“. Danach verabschiedete der Kongress Gesetze zur Beschlagnahme von Eigentum der Konföderierten. Bald befreiten sich Tausende Menschen selbst, indem sie die Armeen der Union erreichten.
Am 1. Januar 1863 erließ Lincoln kraft seiner Befugnisse als Oberbefehlshaber die Emanzipationsproklamation. Sie erklärte die versklavten Menschen in Gebieten, die sich noch im Aufstand befanden, für frei. Das betraf die meisten der ungefähr vier Millionen versklavten Menschen im Land. Sie galt nicht in den unionsgetreuen Grenzstaaten und einigen von der Union besetzten Gebieten; durchsetzen ließ sie sich nur dort, wohin die Armeen der Union vordrangen. Dennoch veränderte sie die Bedeutung des Krieges: Jeder Vormarsch der Union wurde nun auch zu einem Vormarsch der Freiheit. Zugleich wurde es für Großbritannien und Frankreich viel schwieriger, sich auf die Seite der Konföderation zu stellen.
Die Proklamation erlaubte auch die Aufnahme Schwarzer Soldaten in die Armee. Etwa 180.000 Schwarze Männer dienten in Regimentern der United States Colored Troops in der Unionsarmee, rund 19.000 weitere in der Marine. Die meisten waren früher versklavt gewesen. Bis 1864 erhielten sie weniger Sold als weiße Soldaten. Wenn sie gefangen genommen wurden, drohten ihnen Massaker oder erneute Versklavung, wie 1864 bei Fort Pillow. Frederick Douglass und andere argumentierten, ihr Militärdienst begründe einen starken Anspruch Schwarzer Amerikaner auf die Staatsbürgerschaft.
Weil die Proklamation eine Kriegsmaßnahme war, wollten Abolitionistinnen und Abolitionisten eine dauerhafte Änderung der Verfassung. Der Kongress verabschiedete den 13. Verfassungszusatz im Januar 1865; im Dezember 1865 wurde er ratifiziert. Er beendete die Sklaverei in den gesamten Vereinigten Staaten, außer als Strafe für eine Straftat. Diese Ausnahme wurde später genutzt, um Schwarze Gefangene zur Arbeit zu zwingen. Am 19. Juni 1865 verkündeten Unionstruppen in Galveston, Texas, die Befreiung. Der Tag ist als Juneteenth bekannt und wurde 2021 zum bundesweiten Feiertag.
Mittel
Die menschlichen Verluste
Mehr als ein Jahrhundert lang wurde die Zahl der gefallenen oder verstorbenen Soldaten gewöhnlich mit etwa 620.000 angegeben. Diese Zahl beruhte auf Zählungen aus dem späten 19. Jahrhundert. 2011 schätzte der historische Demograf J. David Hacker anhand von Volkszählungsdaten, dass etwa 750.000 Soldaten starben; eine plausible Spanne liege bei ungefähr 650.000 bis 850.000. Viele Historikerinnen und Historiker nennen heute seine höhere Schätzung. Alle Zahlen bleiben jedoch Schätzungen, besonders für die Konföderation, deren Unterlagen unvollständig sind.
Etwa zwei von drei verstorbenen Soldaten starben an Krankheiten wie Ruhr, Typhus, Lungenentzündung oder Masern und nicht durch Kugeln. Kriegsgefangenenlager waren lebensgefährlich: In Andersonville in Georgia starben etwa 13.000 Gefangene der Union. Viele weitere Soldaten kehrten mit amputierten Gliedmaßen oder anhaltenden seelischen Verletzungen nach Hause zurück.
Zivile Todesopfer wurden nie gezählt. Der Guerillakrieg in Missouri und Kansas, die Zerstörung von Bauernhöfen, der Hunger in der Konföderation und Krankheiten in überfüllten Lagern kosteten Menschenleben. Ehemals versklavte Menschen, die zu den Truppen der Union flohen, lebten oft in überfüllten sogenannten Konterbande-Lagern, in denen sich Krankheiten ausbreiteten. Historiker wie Jim Downs argumentieren, dass dort viele Menschen starben und diese Todesfälle lange übersehen wurden; genaue Zahlen lassen sich jedoch nicht ermitteln. Der Krieg hinterließ außerdem Hunderttausende Witwen und Waisen, und die Wirtschaft des Südens lag am Boden.
Mittel
Reconstruction und ihr uneingelöstes Versprechen (1865–1877)
Nach dem Krieg musste das Land entscheiden, wie die Südstaaten zurückkehren sollten und welche Rechte befreite Menschen erhalten würden. Präsident Andrew Johnson, der nach Lincolns Tod das Amt übernommen hatte, ließ die Südstaaten unter weißer Führung rasch wieder in die Union eintreten. Diese Staaten erließen sogenannte „Black Codes“, die befreite Menschen unter harten Bedingungen wieder zur Arbeit zwingen sollten. Daraufhin übernahm der Kongress 1867 die Kontrolle über die Reconstruction und verlangte neue Verfassungen der Einzelstaaten mit einem Wahlrecht für Schwarze Männer.
Zwei weitere Zusatzartikel veränderten die Verfassung grundlegend: Der 14. Verfassungszusatz (1868) machte alle in den Vereinigten Staaten geborenen Menschen zu Staatsbürgern und versprach ihnen „gleichen Schutz durch die Gesetze“. Der 15. Verfassungszusatz (1870) verbot es, jemandem wegen seiner Hautfarbe das Wahlrecht zu verweigern. Das 1865 gegründete Freedmen’s Bureau half ehemals versklavten Menschen mit Lebensmitteln, Schulen und Arbeitsverträgen. Befreite Menschen gründeten Kirchen und Schulen und fanden Familienangehörige wieder, von denen sie durch Verkäufe getrennt worden waren. Etwa 2.000 Schwarze Männer bekleideten öffentliche Ämter, darunter Hiram Revels und Blanche K. Bruce im US-Senat.
Der Widerstand weißer Südstaatler war gewaltsam. Der Ku-Klux-Klan und andere Gruppen ermordeten Schwarze Führungspersönlichkeiten sowie Wählerinnen und Wähler. Im Norden schwand die Unterstützung für Eingriffe der Bundesregierung. Nach der umstrittenen Wahl von 1876 beendete der „Kompromiss von 1877“ den Einsatz von Bundestruppen zum Schutz der Regierungen der Reconstruction. In den folgenden Jahrzehnten führten die Südstaaten die Rassentrennung ein („Jim-Crow“-Gesetze) und entzogen den meisten Schwarzen Bürgerinnen und Bürgern das Wahlrecht. Der Historiker Eric Foner nannte die Reconstruction „Amerikas unvollendete Revolution“: Ihre Versprechen von Gleichheit wurden erst von der Bürgerrechtsbewegung der 1950er- und 1960er-Jahre wieder aufgegriffen.
Mittel
Der Krieg und die übrige Welt
Der Krieg war weit über die Vereinigten Staaten hinaus von Bedeutung. Großbritannien und Frankreich erkannten die Konföderation nie an, doch die Frage wurde diskutiert. In Großbritannien gebaute Handelsstörer wie die CSS Alabama beschädigten die Handelsschifffahrt der Union. Nach dem Krieg verpflichtete ein internationales Schiedsgericht in Genf (1872) Großbritannien, für diese „Alabama-Forderungen“ Entschädigung zu zahlen. Das war ein frühes Beispiel für die Beilegung von Streitigkeiten durch ein Schiedsverfahren. Die Blockade verursachte eine „Baumwollhungersnot“ in den Textilgebieten von Lancashire in England. Wie stark britische Arbeiter trotz ihrer Not die Union unterstützten, ist unter Historikerinnen und Historikern weiterhin umstritten.
Viele Menschen im Ausland sahen den Krieg als Kampf um freie Arbeit und Demokratie. Die Internationale Arbeiterassoziation gratulierte Lincoln in einer von Karl Marx verfassten Erklärung zu seiner Wiederwahl 1864. Der Sieg der Union und das Ende der Sklaverei in den Vereinigten Staaten erhöhten den Druck auf die verbliebenen Sklavengesellschaften Amerikas: Brasilien und Kuba, wo die Sklaverei 1888 beziehungsweise 1886 abgeschafft wurde. Einige besiegte Konföderierte wanderten nach Brasilien aus; ihre Nachkommen werden noch heute „Confederados“ genannt.
Der Krieg wirkte sich auch auf Nachbarländer aus. Während die Vereinigten Staaten gespalten waren, setzte Frankreich Maximilian von Habsburg als Kaiser von Mexiko ein. Nach 1865 drängten die Vereinigten Staaten Frankreich zum Abzug; die französischen Truppen zogen 1866–67 ab. Große Mengen überschüssiger Waffen aus dem Krieg wurden ins Ausland verkauft, auch nach Japan während der Umbrüche der 1860er-Jahre.
Mittel
Wie an den Krieg erinnert wurde
Im Norden erinnerte man sich an den Krieg als Sieg, der die Union gerettet hatte, und viele sahen ihn als Kampf, der die Sklaverei beendet hatte. Veteranen der Union gründeten die Grand Army of the Republic. Aus dem Brauch, Soldatengräber zu schmücken, entstand der Memorial Day. Für Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner war der Krieg vor allem die Geschichte ihrer Befreiung. Sie feierten den Emancipation Day und Juneteenth. Schriftsteller wie Frederick Douglass warnten davor, den Grund für den Krieg zu vergessen.
Im weißen Süden entstand eine einflussreiche Erzählung namens „Lost Cause“ („verlorene Sache“). Der Begriff stammte aus dem Titel eines 1866 erschienenen Buches des Journalisten Edward A. Pollard aus Richmond. Die Lost-Cause-Erzählung behauptete, der Süden habe ehrenhaft für die Rechte der Einzelstaaten und nicht für die Sklaverei gekämpft; die Sklaverei sei milde gewesen und versklavte Menschen seien treu geblieben; konföderierte Generäle wie Lee seien edle Helden gewesen; und der Süden habe nur verloren, weil der Norden mehr Männer und Fabriken gehabt habe. Organisationen wie die United Daughters of the Confederacy errichteten Hunderte Denkmäler, viele davon während der Jim-Crow-Ära und erneut während der Bürgerrechtsbewegung. Sie versuchten auch, Schulbücher zu beeinflussen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernahmen viele weiße Amerikanerinnen und Amerikaner im Norden und Süden eine versöhnliche Erzählung, die den Mut der Soldaten beider Seiten betonte, aber die Sklaverei und Schwarze Amerikaner ausblendete. Der Film Die Geburt einer Nation (1915) verherrlichte den Ku-Klux-Klan, und Vom Winde verweht (1939) zeichnete ein romantisches Bild des von Plantagen geprägten Südens. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele konföderierte Denkmäler und Flaggen aus öffentlichen Räumen entfernt, besonders nach den rassistischen Morden in einer Kirche in Charleston 2015 und der Gewalt in Charlottesville 2017. Die Auseinandersetzungen darüber sind weiterhin Teil der amerikanischen Politik.
Außerhalb der Vereinigten Staaten wird der Krieg meist anhand der Person Lincolns und der Abschaffung der Sklaverei vermittelt. In Korea etwa ist er hauptsächlich als der Krieg bekannt, der die Sklaverei in den Vereinigten Staaten beendete. Lincolns Gettysburg-Rede wird dort häufig als Aussage über die Demokratie zitiert.
Fortgeschritten
Primärquellen
Der Krieg gehört zu den am besten dokumentierten Konflikten des 19. Jahrhunderts. Die US-Regierung veröffentlichte The War of the Rebellion: Official Records of the Union and Confederate Armies (1880–1901), eine umfangreiche Sammlung von Berichten, Befehlen und Briefen beider Seiten. Da Unterlagen der Konföderation beim Brand von Richmond und an anderen Orten teilweise verloren gingen, ist die Sammlung für die Union vollständiger. Zudem verfassten viele Offiziere ihre Berichte mit dem Wunsch, ihr eigenes Handeln zu rechtfertigen.
Für die Frage nach den Ursachen sind politische Dokumente besonders wichtig: die Austrittsbeschlüsse und „Erklärungen der Gründe“ von Staaten wie South Carolina, Mississippi, Georgia und Texas, Stephens’ Cornerstone Speech, Lincolns Reden und Briefe sowie die Debatten im Kongress. Die Stimmen gewöhnlicher Menschen sind in Millionen Briefen und Tagebüchern von Soldaten, in Tagebüchern von Frauen wie Mary Chesnut aus South Carolina und in Zeitungen beider Seiten erhalten geblieben. Der Krieg gehörte auch zu den ersten, die umfassend fotografiert wurden. Alexander Gardners Bilder der Toten von Antietam, die 1862 in Mathew Bradys New Yorker Galerie ausgestellt wurden, schockierten die Öffentlichkeit.
Die Stimmen versklavter und befreiter Menschen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Zu den Quellen gehören die Schriften von Frederick Douglass und anderen Schwarzen Abolitionistinnen und Abolitionisten, Briefe Schwarzer Soldaten und Akten des Freedmen’s Bureau. Das Freedmen and Southern Society Project an der University of Maryland hat viele dieser Dokumente veröffentlicht. Interviews mit ehemals versklavten älteren Menschen, die die Works Progress Administration in den 1930er-Jahren sammelte, sind wertvoll, müssen aber sorgfältig gelesen werden: Die Befragten waren damals sehr alt und wurden im von Rassentrennung geprägten Süden häufig von weißen Personen befragt.
Fortgeschritten
Geschichtsschreibung: von der Lost Cause zur Geschichte der Befreiung
Die ersten Darstellungen schrieben Beteiligte, die ihre jeweilige Seite verteidigten. Jefferson Davis’ The Rise and Fall of the Confederate Government (1881) sowie die Schriften von Jubal Early und der Southern Historical Society trugen dazu bei, aus der Lost Cause eine geschlossene Erzählung zu machen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte die „Dunning-Schule“, eine Gruppe von Historikern, die bei William A. Dunning an der Columbia University ausgebildet worden waren, die Reconstruction als korrupte Tragödie dar, die dem weißen Süden aufgezwungen worden sei. Diese Sicht prägte jahrzehntelang Schulbücher und Filme. W. E. B. Du Bois widersprach ihr in Black Reconstruction in America (1935) und betonte die Rolle Schwarzer Arbeiter und Wähler. Weiße Wissenschaftler beachteten sein Werk zunächst jedoch kaum.
In den 1920er-Jahren deuteten Charles und Mary Beard den Krieg als Zusammenstoß zwischen industriellem Kapitalismus und agrarischer Gesellschaft. In den 1930er- und 1940er-Jahren argumentierten sogenannte „Revisionisten“ wie James G. Randall und Avery Craven, der Krieg sei vermeidbar gewesen und durch Extremisten und eine „unbeholfene Generation“ verursacht worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und während der Bürgerrechtsbewegung rückten Historikerinnen und Historiker die Sklaverei wieder ins Zentrum. Eric Foners Arbeiten zur Ideologie der freien Arbeit, James M. McPhersons Battle Cry of Freedom (1988) und zahlreiche Untersuchungen zur Austrittskrise führten zum wissenschaftlichen Konsens, dass die Sklaverei die zentrale Ursache war.
Seit den 1980er-Jahren fragen Historikerinnen und Historiker, wer die versklavten Menschen befreite. Forschende des Freedmen and Southern Society Project, besonders Ira Berlin, betonten die „Selbstbefreiung“ durch versklavte Menschen, die flohen und damit die Frage ihrer Freiheit auf die Tagesordnung setzten. Andere, darunter McPherson, hoben hervor, dass Lincolns Entscheidungen und der militärische Sieg der Union unverzichtbar waren. Die meisten sehen diese Sichtweisen heute als Ergänzung zueinander. Eric Foners Reconstruction (1988) widerlegte die Sicht der Dunning-Schule. David W. Blights Race and Reunion (2001) zeigte, wie die Versöhnung weißer Amerikaner erreicht wurde, indem die Befreiung aus dem öffentlichen Gedächtnis verdrängt wurde.
Die heutige Forschung untersucht unter anderem die Umwelt- und Medizingeschichte des Krieges, die Erfahrungen von Frauen, indigenen Menschen und Einwanderern, Guerillagewalt, den internationalen Zusammenhang und die demografische Frage nach der Zahl der Todesopfer, wie in Hackers Schätzung auf Grundlage von Volkszählungsdaten. Die Debatten über Denkmäler zeigen, dass Geschichtsschreibung nicht nur eine akademische Angelegenheit ist: Wie der Krieg erklärt wird, prägt weiterhin die amerikanische Politik.
Schlachten (40)
- Schlacht von Cowpens1781
- Angriff auf Fort Sumter1861
- Erste Schlacht am Bull Run1861
- Schlacht am Wilson’s Creek1861
- Schlacht am Antietam1862
- Schlacht von Fredericksburg1862
- Zweite Schlacht am Bull Run1862
- Schlacht von Shiloh1862
- Schlacht von Hampton Roads1862
- Zweiter Vicksburg-Feldzug1862–1863
- Schlacht von Seven Pines1862
- Schlacht um Fort Donelson1862
- Halbinsel-Feldzug1862
- Jacksons Shenandoah-Feldzug 18621862
- Northern Virginia Campaign1862
- Schlacht am Stones River1862–1863
- Einnahme von Fort Henry1862
- Schlacht am South Mountain1862
- Schlacht bei Perryville1862
- Gettysburg Address1863
- Schlacht von Gettysburg1863
- Schlacht bei Chancellorsville1863
- Schlacht am Chickamauga1863
- Schlacht um Vicksburg1863
- Schlacht von Chattanooga1863
- Pickett's Charge1863
- Gettysburg campaign1863
- Schlacht von Cold Harbor1864
- Shermans Marsch zum Meer1864
- Schlacht in der Wilderness1864
- Schlacht bei Spotsylvania Court House1864
- Belagerung von Petersburg1864–1865
- Atlanta-Feldzug1864
- Battle of Atlanta1864
- Schlacht von Nashville1864
- Schlacht in der Mobile Bay1864
- Schlacht von Franklin1864
- Gefecht bei Appomattox Court House1865
- Schlacht am Five Forks1865
- Appomattox-Feldzug1865
Kernideen
- Sklaverei als Hauptursache
- Die Südstaaten traten aus der Union aus, um die Sklaverei zu schützen, wie sie selbst erklärten. Die überwältigende Mehrheit der Historikerinnen und Historiker sieht darin die Wurzel des Konflikts.
- Union
- Für Lincoln und viele Menschen im Norden war der Erhalt einer einzigen demokratischen Nation zunächst das Kriegsziel. Die Befreiung versklavter Menschen wurde davon untrennbar.
- Selbstbefreiung
- Versklavte Menschen, die zu den Truppen der Union flohen und als Soldaten dienten, trugen dazu bei, den Krieg in einen Befreiungskrieg zu verwandeln.
- Totaler Krieg
- Spätere Feldzüge richteten sich gegen die Wirtschaft und die Ressourcen des Südens. Dadurch verschwamm die Grenze zwischen Armeen und Gesellschaft.
- Reconstruction
- Der Versuch, nach 1865 den Süden wieder aufzubauen und gleiche Bürgerrechte einzuführen. Gewalt und politische Kompromisse machten viele Fortschritte rückgängig.
- Die Lost Cause
- Ein Mythos, der den Kampf der Konföderation als edlen Einsatz für die Rechte der Einzelstaaten darstellte und die Rolle der Sklaverei verdeckte. Er prägte Denkmäler, Schulbücher und Filme.
- Umstrittene Erinnerung
- Menschen im Norden, weiße Menschen im Süden und afroamerikanische Gemeinschaften erinnerten sich sehr unterschiedlich an den Krieg. Diese Erinnerungen stehen bis heute im Konflikt.
Einträge
- 1850 — Kompromiss von 1850 und Gesetz über die Rückführung geflohener Sklaven.
- 1854 — Der Kansas-Nebraska Act wirft die Frage der Sklaverei in den Territorien erneut auf; die Republikanische Partei entsteht.
- 1857 — Die Dred-Scott-Entscheidung verwehrt Schwarzen Menschen die Staatsbürgerschaft.
- 1860 — Lincoln wird zum Präsidenten gewählt (November); South Carolina tritt aus der Union aus (20. Dezember).
- 1861 — Die Konföderation wird gegründet; Fort Sumter wird am 12. April beschossen; im Juli findet die erste Schlacht am Bull Run statt.
- 1862 — Schlacht von Shiloh und Einnahme von New Orleans; Antietam (17. September); vorläufige Emanzipationsproklamation.
- 1863 — Emanzipationsproklamation (1. Januar); Gettysburg und Fall von Vicksburg (Juli); Gettysburg-Rede (November).
- 1864 — Grants Überlandfeldzug; Einnahme von Atlanta; Lincolns Wiederwahl; Shermans Marsch zum Meer.
- 1865 — Lee kapituliert bei Appomattox (9. April); Lincoln wird ermordet; Juneteenth; der 13. Verfassungszusatz wird ratifiziert (Dezember).
- 1868 — Der 14. Verfassungszusatz wird ratifiziert.
- 1870 — Der 15. Verfassungszusatz wird ratifiziert.
- 1877 — Der Kompromiss von 1877 beendet die Reconstruction.
Glossar
- Sezession
- Der förmliche Austritt eines Einzelstaats aus einem Staat oder Staatenbund.
- Konföderation
- Die Konföderierten Staaten von Amerika, der von elf ausgetretenen Südstaaten gegründete Staat (1861–1865).
- Union
- Die Regierung der Vereinigten Staaten und die Einzelstaaten, die ihr treu blieben.
- Grenzstaaten
- Delaware, Maryland, Kentucky und Missouri: Staaten mit Sklaverei, die in der Union blieben.
- Abolitionist oder Abolitionistin
- Eine Person, die für die vollständige und sofortige Abschaffung der Sklaverei eintrat.
- Konterbande
- Bezeichnung während des Krieges für versklavte Menschen, die zu den Truppen der Union flohen und nicht zurückgegeben wurden.
- United States Colored Troops
- Regimenter Schwarzer Soldaten in der Unionsarmee, meist unter dem Kommando weißer Offiziere.
- Reconstruction
- Die Zeit des Wiederaufbaus der Südstaaten und der Neugestaltung der Bürgerrechte (1865–1877).
- Black Codes
- Gesetze der Südstaaten aus den Jahren 1865–66, die die Rechte und die Arbeit befreiter Menschen einschränken sollten.
- Jim Crow
- Das System gesetzlicher Rassentrennung und des Entzugs des Wahlrechts im Süden vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1960er-Jahre.
Fragen und Antworten
Ging es in dem Krieg wirklich um die Sklaverei?
Ja. Die ausgetretenen Staaten sagten dies in ihren eigenen Erklärungen. Die überwältigende Mehrheit der Historikerinnen und Historiker ist sich einig, dass der Streit über die Sklaverei und ihre Ausbreitung den Austritt und den Krieg verursachte. Andere Fragen, etwa die Rechte der Einzelstaaten, waren eng mit der Sklaverei verbunden.
Befreite die Emanzipationsproklamation alle versklavten Menschen?
Nicht sofort. Sie galt für Gebiete im Aufstand und konnte nur durchgesetzt werden, wenn die Armeen der Union vorrückten. Im ganzen Land wurde die Sklaverei durch den 13. Verfassungszusatz im Dezember 1865 beendet.
Warum starben so viele Soldaten an Krankheiten?
In den Armeelagern lebten junge Männer aus ländlichen Gebieten dicht beieinander. Das Wasser war oft schmutzig, und über Krankheitserreger wusste man wenig. Deshalb breiteten sich Krankheiten wie Ruhr und Typhus schnell aus.
Warum gewann der Norden?
Historikerinnen und Historiker nennen die größere Bevölkerung und Industrie der Union, ihre Marine und Eisenbahnen, die Führung durch Lincoln und Grant, den Beitrag Schwarzer Soldaten und wichtige Siege in den Jahren 1863–64. Manche betonen auch die inneren Konflikte der Konföderation. Nur wenige halten den Ausgang heute für schlicht unvermeidlich.
Was ist die „Lost Cause“?
Eine Erzählung, die weiße Südstaatler nach dem Krieg schufen. Ihr zufolge kämpfte die Konföderation auf edle Weise für die Rechte der Einzelstaaten und nicht für die Sklaverei. Historikerinnen und Historiker betrachten sie als Mythos, der die Ursachen des Krieges verzerrte und die Rassentrennung rechtfertigte.
Wie verlässlich sind die Zahlen der Todesopfer?
Es sind Schätzungen. Die lange gebräuchliche Zahl von etwa 620.000 stammt aus Zählungen des 19. Jahrhunderts. Eine Studie von 2011 auf Grundlage von Volkszählungsdaten deutet auf etwa 750.000 hin, allerdings mit einer großen Unsicherheitsspanne. Die Unterlagen der Konföderation sind unvollständig, und zivile Todesopfer wurden nie gezählt.
Quellen und weiterführende Literatur
- American Civil War. Wikipedia
- 남북 전쟁. 위키백과
- Emancipation Proclamation. Wikipedia
- Reconstruction era. Wikipedia
- Lost Cause of the Confederacy. Wikipedia
- James M. McPherson, Battle Cry of Freedom: The Civil War Era. Oxford University Press, 1988
- Eric Foner, Reconstruction: America’s Unfinished Revolution, 1863–1877. Harper & Row, 1988
- David W. Blight, Race and Reunion: The Civil War in American Memory. Belknap Press of Harvard University Press, 2001
- J. David Hacker, A Census-Based Count of the Civil War Dead. Civil War History 57, no. 4, 2011
- Jim Downs, Sick from Freedom: African-American Illness and Suffering during the Civil War and Reconstruction. Oxford University Press, 2012
Mit KI-Unterstützung auf Grundlage der oben aufgeführten veröffentlichten Quellen verfasst und bei neuen Forschungsergebnissen überarbeitet.