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Für junge Leser
Vor mehr als 400 Jahren hatte ein mächtiger Anführer namens Toyotomi Hideyoshi Japan nach vielen Jahren voller Kämpfe vereint. Nun wollte er auch China erobern. China war das größte Land Ostasiens. Um dorthin zu gelangen, wollte er mit seinen Soldaten durch Korea ziehen.
Im Frühjahr 1592 brachten Hunderte japanische Schiffe Soldaten über das Meer zur Hafenstadt Busan. Die japanischen Soldaten hatten viele Gewehre und viel Erfahrung im Kampf. In Korea hatte es lange Frieden gegeben. Deshalb verlor die koreanische Armee zunächst viele Schlachten. Nach etwa drei Wochen erreichten die Japaner die Hauptstadt Seoul. Der koreanische König musste nach Norden fliehen.
Doch Korea gab nicht auf. Auf dem Meer besiegte Admiral Yi Sun-sin mit klugen Plänen und starken Kriegsschiffen immer wieder japanische Schiffe. Zu seinen Schiffen gehörten die berühmten „Schildkrötenschiffe“. An Land bildeten Bauern, Gelehrte und buddhistische Mönche freiwillige Kampfgruppen. Auch der Kaiser der chinesischen Ming-Dynastie schickte ein großes Heer zu Hilfe. Er wusste, dass Hideyoshi eigentlich China erobern wollte.
Einige Jahre lang wurde weniger gekämpft, während die Beteiligten über Frieden sprachen. Sie konnten sich aber nicht einigen. Deshalb griff Japan 1597 erneut an. Erst nach Hideyoshis Tod im Jahr 1598 zogen die japanischen Heere ab.
Für die Menschen war der Krieg schrecklich. Viele Tausend Menschen wurden getötet oder verhungerten. Städte und Paläste brannten nieder. Zehntausende Koreaner wurden gefangen genommen und nach Japan gebracht, darunter auch geschickte Töpfer. In Korea, Japan und China erinnert man sich bis heute an den Krieg. In jedem Land wird seine Geschichte etwas anders erzählt.
Auf einen Blick
- Zeitraum
- Erste Invasion 1592–1593, Waffenruhe und Verhandlungen 1593–1596, zweite Invasion 1597–1598 (Ende im Dezember 1598)
- Schauplatz
- Koreanische Halbinsel und angrenzende Küstengewässer, besonders die Südküste
- Kriegsparteien
- Japan unter Toyotomi Hideyoshi gegen das koreanische Königreich Joseon (König Seonjo) und China unter der Ming-Dynastie (Wanli-Kaiser)
- Bezeichnungen
- Korea: Imjin Waeran und Jeongyu Jaeran; Japan: Bunroku–Keichō no eki; China: Korea-Feldzug des Wanli-Kaisers
- Größenordnung
- Bei jeder Invasion ungefähr 150.000–160.000 japanische Soldaten; die Ming-Dynastie entsandte in beiden Kriegsphasen jeweils Zehntausende Soldaten
- Wichtige Persönlichkeiten
- Toyotomi Hideyoshi, Konishi Yukinaga, Katō Kiyomasa; Yi Sun-sin, Gwon Yul, Yu Seong-ryong; Li Rusong, Chen Lin
- Ausgang
- Abzug der Japaner nach Hideyoshis Tod; keine Gebietsveränderungen, aber gewaltige Zerstörungen in Korea
- Wichtigste Quellen
- Annalen der Joseon-Dynastie, Yi Sun-sins Nanjung ilgi, Yu Seong-ryongs Jingbirok, Aufzeichnungen der Ming-Dynastie sowie Briefe und Tagebücher japanischer Daimyō
Der Krieg Tag für Tag
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Phasen
Die ersten japanischen Divisionen landeten bei Busan, überrannten die Küstenforts und marschierten auf drei Straßen nach Norden. Die Feldheere von Joseon wurden bei Sangju und Chungju geschlagen, König Seonjo verließ die Hauptstadt, und Hanseong fiel etwa drei Wochen nach der Landung.
Imjin War (English Wikipedia)임진왜란 (Encyclopedia of Korean Culture), incl. table of battles임진왜란 (Korean Wikipedia)음양력 변환 계산 (KASI lunar–solar converter); conversions done with the korean-lunar-calendar package built on KASI data
Letzte Ereignisse
Die Wiedergabe zeigt, was die Quellen bis zu jedem Datum belegen – nicht, dass jeden Tag etwas geschah. Nur auf Monat oder Jahr bekannte Daten erscheinen als Zeiträume; gestrichelte Pfeile verbinden nur zwei belegte Punkte.
Einfach
Was war der Imjin-Krieg?
Imjin-Krieg ist die im Englischen gebräuchlichste Bezeichnung für die beiden japanischen Invasionen des koreanischen Königreichs Joseon in den Jahren 1592 und 1597. „Imjin“ bezeichnet das Jahr 1592 im traditionellen Sechzigjahreszyklus ostasiatischer Kalender. In Korea heißt die erste Invasion Imjin Waeran („japanische Unruhen im Imjin-Jahr“) und die zweite Jeongyu Jaeran („zweite Unruhen im Jeongyu-Jahr“). In Japan heißen die beiden Feldzüge nach den damaligen Äranamen Bunroku no eki und Keichō no eki. In China erinnert man sich an den Krieg als Korea-Feldzug des Wanli-Kaisers.
Drei Länder kämpften gegeneinander. Das kurz zuvor unter Toyotomi Hideyoshi vereinte Japan griff an. Das koreanische Königreich Joseon verteidigte sein Gebiet. China unter der Ming-Dynastie, Koreas mächtiger Nachbar und formale Obermacht, schickte Heere und Flotten zu Hilfe. Gründe dafür waren die enge Beziehung zu Korea und Hideyoshis offen erklärtes Ziel, China zu erobern.
Der Krieg dauerte fast sieben Jahre. Die schwersten Kämpfe fanden jedoch vor allem 1592–1593 und 1597–1598 statt. Dazwischen lag eine längere Phase der Waffenruhe und der Verhandlungen. Er war einer der größten Kriege des 16. Jahrhunderts weltweit. Manche Historiker nennen ihn „Großer Ostasiatischer Krieg“, weil die gesamte Region betroffen war.
Einfach
Warum griff Japan an?
Über ein Jahrhundert lang war Japan zwischen miteinander kämpfenden Fürsten aufgeteilt. Diese Zeit heißt Sengoku-Zeit („Zeit der streitenden Reiche“). Zuerst Oda Nobunaga und dann Toyotomi Hideyoshi vereinten das Land mit Gewalt. Hideyoshi schloss die Einigung 1590 mit dem Sieg über die Familie Hōjō bei Odawara ab. Nun befehligte er Hunderttausende kampferfahrene Samurai und Fußsoldaten. Viele waren mit Arkebusen bewaffnet, frühen Gewehren, die Japan nach dem Kontakt mit Portugiesen übernommen hatte.
Hideyoshi kündigte an, China unter der Ming-Dynastie und sogar weitere Gebiete zu erobern. Er verlangte von Korea, seine Heere durchziehen zu lassen und sich dem Angriff anzuschließen. Joseon lehnte ab, denn es sah die Ming-Dynastie in einer seit Langem bestehenden Tributbeziehung als seinen ranghöheren Partner an. Über Hideyoshis Beweggründe wird bis heute diskutiert: persönlicher Ehrgeiz und Ruhmsucht, der Wunsch, seine vielen Krieger mit neuem Land zu belohnen und zu beschäftigen, das Streben nach Kontrolle über den Handel mit China oder eine Mischung daraus. Einige Forscher fragen auch, ob ihm die Größe Chinas wirklich bewusst war.
1590 schickte Joseon Gesandte nach Japan, um die Lage einzuschätzen. Nach der überlieferten Darstellung warnte der Hauptgesandte Hwang Yun-gil vor einem japanischen Angriff. Sein Stellvertreter Kim Seong-il hielt Hideyoshi dagegen nicht für eine ernsthafte Bedrohung. Die beiden gehörten rivalisierenden politischen Gruppen an, und am Hof blieb man uneinig. Historiker weisen darauf hin, dass Joseon durchaus einige Verteidigungsmaßnahmen ergriff. Seine Armee hatte aber seit Langem keinen großen Krieg geführt und war auf eine massive Invasion mit gut bewaffneten Truppen schlecht vorbereitet.
Einfach
1592: Die erste Invasion und der Fall Seouls
Im vierten Mondmonat des Jahres 1592 (Ende Mai nach westlichem Kalender) landete die erste japanische Heeresabteilung unter Konishi Yukinaga bei Busan. Die Festungen von Busan und Dongnae fielen innerhalb weniger Tage. Ihre Befehlshaber sowie viele Verteidiger und Einwohner wurden getötet. Weitere Heeresabteilungen folgten. Insgesamt setzten etwa 150.000–160.000 japanische Soldaten in mehreren Marschkolonnen nach Korea über.
Der koreanische General Sin Rip versuchte im Juni, die Angreifer bei Chungju aufzuhalten. Seine Reiterei wurde jedoch durch japanisches Gewehrfeuer vernichtet. Nur etwa drei Wochen nach der Landung rückten die Japaner in Seoul ein. König Seonjo war bereits nach Norden geflohen, zuerst nach Pjöngjang und dann nach Uiju an der chinesischen Grenze. Kronprinz Gwanghae leitete einen eigenen Zweighof, damit die Regierung weiterarbeiten konnte. Die Paläste von Seoul brannten nieder; die Quellen widersprechen einander darin, wer die Brände legte.
Die Japaner rückten weiter vor. Konishi eroberte im Sommer 1592 Pjöngjang. Katō Kiyomasa marschierte weit in den Nordosten, wo örtliche Aufständische ihm zwei koreanische Prinzen auslieferten. Einige Monate lang sah es so aus, als könnte Joseon vollständig zusammenbrechen.
Einfach
Die Wende: Marine, Freiwilligenheere und Ming-China
Auf See verlief der Krieg anders. Admiral Yi Sun-sin, Befehlshaber der linken Marine der Provinz Jeolla, griff im Juni 1592 bei Okpo japanische Schiffe an und errang anschließend eine Reihe von Siegen. Bei Sacheon setzte er das Geobukseon ein, ein mit Kanonen bewaffnetes, überdecktes Kriegsschiff, das auch Schildkrötenschiff genannt wird. In der Schlacht bei der Insel Hansan im August 1592 lockte er eine japanische Flotte auf offenes Wasser, umzingelte sie in einer „Kranichflügel“-Formation und vernichtete einen Großteil der Schiffe. Diese Siege erschwerten es Japan erheblich, über das Meer entlang der koreanischen Westküste Nachschub und Verstärkung zu schicken.
An Land entstanden im ganzen Land „Freiwilligenheere“ (uibyeong), deren Mitglieder ihre Sache als gerecht ansahen. Angeführt wurden sie von örtlichen Gelehrten wie Gwak Jae-u und Jo Heon sowie von buddhistischen Mönchen wie Hyujeong (Seosan Daesa) und Yujeong (Samyeong Daesa). Diese Kämpfer kannten die Berge und Straßen und griffen japanische Nachschubwege an. Bei der ersten Belagerung von Jinju Ende 1592 verteidigte der Befehlshaber Kim Si-min die Festung gegen eine große japanische Streitmacht, wurde dabei aber tödlich verwundet.
Die Ming-Dynastie schickte 1592 zunächst eine kleine Streitmacht, die bei Pjöngjang geschlagen wurde. Anfang 1593 eroberte ein wesentlich größeres Heer unter Li Rusong gemeinsam mit koreanischen Truppen die Stadt zurück. Danach erlitten die Ming bei Byeokjegwan nördlich von Seoul einen Rückschlag. Im März 1593 schlug jedoch der koreanische General Gwon Yul einen großen japanischen Angriff auf die Festung Haengju zurück. Den Japanern gingen die Lebensmittel aus, und sie wurden von allen Seiten bedrängt. Im Mai 1593 verließen sie Seoul und zogen sich in befestigte Lager an der Südküste zurück.
Mittel
Waffenruhe und gescheiterte Verhandlungen (1593–1596)
Auch nach Beginn der Verhandlungen wurde weitergekämpft. Im Juli 1593 belagerten die Japaner Jinju ein zweites Mal und eroberten die Stadt. Koreanische Quellen berichten, dass sehr viele Soldaten und Zivilisten getötet wurden. Die Geschichte von Nongae, einer Gisaeng (Unterhalterin), die einen japanischen Offizier umklammert und sich mit ihm in den Fluss Nam gestürzt haben soll, wurde zu einer der bekanntesten Erinnerungen an diese Katastrophe. Einzelheiten der Erzählung stammen allerdings aus späteren Quellen.
Die Friedensverhandlungen führten hauptsächlich der Ming-Gesandte Shen Weijing und der japanische Befehlshaber Konishi Yukinaga, weitgehend ohne Beteiligung des koreanischen Hofes. Offenbar stellten beide Unterhändler die Position ihrer eigenen Seite falsch dar, um eine Einigung zu erreichen. Hideyoshi verlangte unter anderem eine Ming-Prinzessin als Gemahlin für den japanischen Kaiser, die südlichen Provinzen Koreas, Handelsrechte und koreanische Geiseln. Der Ming-Hof erwartete dagegen, dass Hideyoshi die Belehnung als untergeordneter „König von Japan“ annehmen würde.
1596 verlieh eine Gesandtschaft der Ming Hideyoshi in Japan diesen Titel. Als deutlich wurde, dass seine Forderungen nicht erfüllt würden, beschloss er, den Krieg wiederaufzunehmen. Einer bekannten Erzählung zufolge zerriss er wütend die Ernennungsurkunde der Ming. In Japan ist jedoch ein Dokument erhalten, das als diese Urkunde identifiziert wird. Deshalb betrachten Historiker die Erzählung mit Vorsicht. Fest steht: Die Verhandlungen beruhten auf Missverständnissen, und Korea, um dessen Land es ging, war weitgehend ausgeschlossen worden.
Mittel
1597–1598: Die zweite Invasion, Myeongnyang und Noryang
1597 entsandte Japan erneut etwa 140.000 Soldaten. Diesmal richteten sich seine Heere zunächst gegen die südlichen Provinzen, besonders gegen Jeolla, das der schwersten Verwüstung der ersten Invasion entgangen war. Kurz vor dem Angriff war Yi Sun-sin verhaftet, gefoltert und degradiert worden, nachdem er einen Befehl verweigert hatte, den er für leichtsinnig hielt. Dazu hatten auch die Politik am Hof und eine japanische Täuschung beigetragen. Sein Nachfolger Won Gyun führte die koreanische Flotte im August 1597 bei Chilcheollyang in eine vernichtende Niederlage, bei der fast die gesamte Marine verloren ging.
Yi erhielt sein Kommando zurück, verfügte aber nur noch über etwa ein Dutzend Schiffe. Im Oktober 1597 stellte er sich in der engen Meerenge von Myeongnyang mit ihren starken Strömungen einer viel größeren japanischen Flotte. Mit seinen dreizehn Schiffen schlug er weit über hundert japanische Kriegsschiffe zurück und versenkte oder beschädigte etwa dreißig von ihnen schwer. An Land hielt eine Streitmacht der Ming und Koreas den japanischen Vormarsch bei Jiksan auf. Die Angreifer zogen sich daraufhin in ihre Küstenfestungen zurück.
Für die Zivilbevölkerung war die zweite Invasion besonders grausam. Japanische Befehlshaber erhielten den Auftrag, als Beweis für getötete Feinde Nasen zurückzuschicken. Man schnitt sie Soldaten wie Zivilisten ab. Nach dem Fall von Namwon 1597 kam es zu einem Massaker. Truppen der Ming und Koreas belagerten anschließend japanische Festungen bei Ulsan, Sacheon und Suncheon. Beide Seiten erlitten dabei hohe Verluste.
Toyotomi Hideyoshi starb im September 1598. Der Rat, der in seinem Namen regierte, befahl den Rückzug. Als die Japaner abzogen, fing eine vereinte koreanische und chinesische Flotte unter Yi Sun-sin und dem Ming-Admiral Chen Lin in der Schlacht von Noryang im Dezember 1598 Truppen des Shimazu-Clans ab. Yi wurde während der Schlacht von einer Kugel getroffen und getötet. Der Überlieferung nach bat er die Menschen um sich, seinen Tod erst nach Ende des Kampfes bekannt zu geben. Mit der Schlacht von Noryang endete der Krieg.
Mittel
Die menschlichen Opfer
Niemand erfasste die Zahl der Toten. Schätzungen der koreanischen Todesopfer durch Kämpfe, Massaker, Hungersnöte und Seuchen reichen von mehreren Hunderttausend bis zu über einer Million. Die höheren Zahlen werden oft genannt, beruhen aber nicht auf verlässlichen Bevölkerungsdaten. Die Verluste der Ming werden häufig auf Zehntausende geschätzt, die japanischen auf etwa 100.000. Unter den japanischen Soldaten starben viele an Kälte, Krankheiten und Hunger. Alle diese Zahlen sind nur grobe Schätzungen.
Der Krieg zerstörte Felder und Bewässerungsanlagen. Darauf folgten Hungersnöte. Einer oft angeführten Berechnung zufolge sank die in Joseon erfasste Ackerfläche von etwa 1,7 Millionen Gyeol vor dem Krieg auf etwa 540.000 danach. Ein Teil dieses Rückgangs geht auf verlorene Steuerregister zurück und bedeutet nicht, dass die Felder selbst verschwunden waren. Er zeigt dennoch das Ausmaß der Zerrüttung. Paläste, Tempel und Archive brannten nieder. Von den vier Archiven mit den königlichen Annalen Joseons blieb nur das Exemplar in Jeonju erhalten.
Zehntausende Koreaner wurden gefangen genommen und nach Japan gebracht. Die Schätzungen reichen von etwa 50.000 bis zu 100.000 oder mehr. Einige wurden über den portugiesischen Sklavenhandel in Asien verkauft. Andere waren Handwerker, besonders Töpfer, die Daimyō nach Kyūshū und in den Westen Japans brachten. Ihre Fertigkeiten trugen zur Entstehung berühmter japanischer Keramiktraditionen bei, darunter Arita-Porzellan und Satsuma-Keramik. Auch koreanische Gelehrte und Bücher wurden nach Japan gebracht. Nach dem Krieg kehrten durch diplomatische Gesandtschaften nur einige Tausend Gefangene zurück.
In Kyoto steht der Mimizuka („Ohrhügel“). Er wurde 1597 über den Nasen errichtet, die man koreanischen und chinesischen Toten abgeschnitten hatte. Ihre Zahl wird auf Zehntausende geschätzt. Das Denkmal erinnert schmerzhaft an die Grausamkeit des Krieges und ist für koreanische Besucher ein Ort der Trauer. In Japan ist es weit weniger bekannt.
Mittel
Folgen für Korea, Japan und China
Korea. Der Krieg erzwang tiefgreifende Reformen. Der Grenzverteidigungsrat (Bibyeonsa) wurde zum zentralen Regierungsorgan. 1593 entstand mit dem Hullyeon dogam ein ständiges militärisches Ausbildungsamt, das Musketenschützen und andere spezialisierte Truppen ausbildete. Um den Krieg zu finanzieren, verkaufte die Regierung Ämter und Ränge und stellte Bescheinigungen über einen höheren sozialen Status aus, ohne Namen einzutragen. Dadurch lockerte sich die alte gesellschaftliche Rangordnung. Die Dankbarkeit Joseons gegenüber den Ming für die „Wiederherstellung des Landes“ (jaejo ji eun) wurde später zu einem wichtigen Gedanken seiner Außenpolitik und Kultur.
Japan. Hideyoshis Erbe war noch ein kleines Kind, und die mächtigen Fürsten, die die Invasionen angeführt hatten, waren in rivalisierende Lager gespalten. Zwei Jahre später besiegte Tokugawa Ieyasu, der selbst keine Truppen nach Korea geschickt hatte, seine Gegner in der Schlacht von Sekigahara 1600. 1603 gründete er das Tokugawa-Shogunat. Die Tokugawa schlossen Frieden mit Korea: 1607 wurden wieder diplomatische Gesandtschaften ausgetauscht, und das Giyu-Abkommen von 1609 stellte den Handel über die Insel Tsushima wieder her. Koreanische Keramik, Drucktechniken und neokonfuzianische Gelehrsamkeit, die infolge des Krieges nach Japan gelangten, beeinflussten die japanische Kultur. So wird der verschleppte Gelehrte Kang Hang mit dem frühen japanischen Neokonfuzianer Fujiwara Seika in Verbindung gebracht.
China. Der Korea-Feldzug gehörte zu den „Drei großen Feldzügen“ des Wanli-Kaisers in den 1590er-Jahren und kostete die Ming-Staatskasse enorme Summen. Viele Historiker verbinden diese finanzielle Belastung und die Bindung von Aufmerksamkeit und Truppen der Ming mit dem späteren Aufstieg des Jurchen-Führers Nurhaci in der Mandschurei. Er gründete den Staat, aus dem die Qing-Dynastie hervorging. Wie stark der Krieg tatsächlich zum Untergang der Ming im Jahr 1644 beitrug, ist umstritten. Andere Forscher betonen innere Probleme wie politische Machtkämpfe, die Finanzpolitik und klimabedingte Katastrophen.
Mittel
Wie die drei Länder an den Krieg erinnern
In Korea erinnert man sich an den Krieg vor allem als nationale Leidenszeit und als Geschichte des Widerstands. Yi Sun-sin wurde zum bedeutendsten Nationalhelden. Seit 1968 steht seine Statue auf dem Gwanghwamun-Platz in Seoul, und sein Schrein in Asan ist eine nationale Gedenkstätte. Die Freiwilligenheere werden als Beispiel dafür geehrt, dass auch gewöhnliche Menschen ihr Land verteidigten. Die Schriften von Yu Seong-ryong und anderen gelten als Lehren über die Folgen mangelnder Vorbereitung. In der Joseon-Zeit selbst stand zudem die Treue zu den Ming im Mittelpunkt der Erinnerung. Der 1704 im Palast errichtete Altar Daebodan erinnerte an den Wanli-Kaiser.
In Japan hat sich die Erinnerung im Lauf der Zeit gewandelt. Während der Edo-Zeit stellten beliebte Bücher und Theaterstücke über Hideyoshi die Feldzüge als heldenhafte Abenteuer dar. Persönlichkeiten wie Katō Kiyomasa wurden zu legendären Figuren. In der modernen Kaiserzeit seit dem späten 19. Jahrhundert wurden die Invasionen bisweilen als Vorbild für die japanische Expansion nach Korea angeführt. Nach 1945 beschrieben japanische Schulbücher den Krieg zunehmend als Angriffskrieg, und viele japanische Historiker untersuchen ihn kritisch. Orte wie der Mimizuka sind in der japanischen Öffentlichkeit dennoch vergleichsweise wenig bekannt.
In China erscheint der Krieg in der offiziellen Geschichte der Ming-Dynastie und in späteren Schriften hauptsächlich als erfolgreicher Feldzug zum Schutz eines treuen Tributstaates. Allerdings kritisierten schon Zeitgenossen auch Befehlshaber der Ming. Heutige chinesische und westliche Historiker wie Kenneth Swope vertreten die Ansicht, dass verbreitete koreanische und westliche Darstellungen die Rolle des Ming-Heeres im Landkrieg unterschätzen, weil sie sich auf Yi Sun-sin und die Freiwilligenheere konzentrieren. Koreanische Historiker betonen ihrerseits, dass koreanische Streitkräfte einen Großteil der Kämpfe und Leiden trugen. Der Vergleich dieser Sichtweisen zeigt, dass jede nationale Erzählung einige Tatsachen hervorhebt und andere in den Hintergrund rückt.
Fortgeschritten
Zeitgenössische Quellen und ihre Probleme
Die koreanischen Quellen sind ungewöhnlich umfangreich. Die Annalen von König Seonjo (Seonjo sillok) halten Debatten am Hof, Berichte und Entscheidungen fest. Sie wurden jedoch erst nach dem Krieg zusammengestellt und später unter dem Einfluss einer anderen politischen Gruppe überarbeitet. Deshalb gibt es eine „revidierte“ Fassung, deren Urteile über einzelne Personen bisweilen abweichen. Yi Sun-sins Kriegstagebuch Nanjung ilgi und seine Berichte an den König bieten Einblicke in den Alltag eines Befehlshabers. Das Tagebuch ist in das UNESCO-Weltdokumentenerbe eingetragen. Yu Seong-ryong, der während des Krieges oberster Staatsrat war, schrieb das Jingbirok („Buch der Lehren und Warnungen“). Darin behandelt er offen die Fehler Joseons. Das Werk wurde später auch in Japan gedruckt und viel gelesen.
Zu den japanischen Quellen gehören Briefe und Befehle Hideyoshis und der Daimyō, Aufzeichnungen von Clans wie den Shimazu, Nabeshima und Tōdō sowie persönliche Tagebücher. Ein wichtiger Text ist das Tagebuch des buddhistischen Priesters Keinen. Er begleitete 1597 das Heer eines Daimyō und hielt entsetzt fest, wie koreanische Zivilisten getötet und versklavt wurden. Clanaufzeichnungen übertreiben häufig die eigenen Leistungen und die Zahl der getöteten Gegner. Einige wurden zudem erst viel später verfasst.
Chinesische Quellen sind unter anderem Aufzeichnungen des Ming-Hofes (die „Wahrhaftigen Aufzeichnungen der Ming“), die offizielle Geschichte der Ming-Dynastie (zusammengestellt in der Qing-Zeit), Denkschriften von Befehlshabern wie Song Yingchang und private Schriften. In ihnen spiegeln sich häufig erbitterte Rivalitäten zwischen Beamten und Generälen der Ming. Das beeinflusst die Beschreibungen von Schlachten wie Byeokjegwan oder der Belagerung von Ulsan. Angaben über Truppen, Schiffe und Opferzahlen sind in den Quellen aller drei Länder oft überhöht oder widersprüchlich. Historiker müssen sie daher sorgfältig vergleichen.
Fortgeschritten
Geschichtsschreibung und Streitfragen
Schon die Benennung des Krieges ist eine Frage der Geschichtsschreibung. Der koreanische Ausdruck „waeran“ („Unruhen durch die Wae“, eine alte, abwertende Bezeichnung für Japaner) stellt den Krieg als Angriff vermeintlicher Barbaren dar. Die japanische Bezeichnung „Bunroku–Keichō no eki“ verwendet die neutralen Namen der damaligen Ären. Ältere japanische Texte sprachen dagegen von einer „Eroberung Koreas“ (Chōsen seibatsu). Englischsprachige Forscher verwenden „Imjin War“, „Japanese invasions of Korea“ und, in Anlehnung an JaHyun Kim Haboush und andere, „Great East Asian War“, um die internationale Tragweite zu betonen.
Eine wichtige Streitfrage ist, welchen Anteil die koreanische Marine, die koreanischen Landstreitkräfte, die Freiwilligenheere und die Truppen der Ming an der Abwehr Japans hatten. Die koreanische Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts, geprägt durch Kolonialherrschaft und nationale Befreiung, hob Yi Sun-sin und den Widerstand der Bevölkerung hervor. Kenneth Swope vertritt in seiner Studie zur Ming-Seite (2009) die Ansicht, dass das Eingreifen der Ming an Land entscheidend war und der Krieg die weiterhin beträchtliche militärische Handlungsfähigkeit des Ming-Staates in den 1590er-Jahren zeigt. Samuel Hawleys Überblickswerk (2005) stützt sich auf Quellen aus allen drei Ländern. Haboush argumentiert in ihrem nach ihrem Tod erschienenen Werk (2016), dass der Krieg und besonders die Freiwilligenheere und ihre Schriften zur Entstehung eines frühen koreanischen Nationalbewusstseins beitrugen.
Weitere Fragen sind offen: Hideyoshis tatsächliche Ziele und sein Wissen über China unter der Ming-Dynastie; die Rolle von Feuerwaffen bei den frühen japanischen Siegen und die Geschwindigkeit, mit der sich Korea und die Ming darauf einstellten; die Zahl und das Schicksal der Gefangenen; sowie das Ausmaß, in dem der Krieg die Ming schwächte und den Aufstieg der Qing vorbereitete. Die Forschung untersucht zunehmend auch Themen jenseits der Schlachten, darunter Umweltgeschichte, Flüchtlinge, Sklaverei und den Austausch von Technik und Wissen zwischen den drei Ländern.
Schlachten (24)
- Seeschlacht von Okpo1592
- Siege of Busan1592
- Battle of Hansan Island1592
- Battle of Sacheon1592
- Siege of Dongnae1592
- Battle of Imjin River1592
- Battle of Dadaejin1592
- Schlacht von Chungju1592
- Battle of Dangpo1592
- Siege of Pyongyang1592
- Belagerung von Jinju1592
- Battle of Pyongyang1592
- Battle of Cheongju1592
- Siege of Yeongwon1592
- Schlacht von Haengju1593
- Siege of Pyongyang1593
- Siege of Jinju1593
- Seeschlacht von Myongnyang1597
- Seeschlacht von Chilcheonryang1597
- Siege of Namwon1597
- Battle of Jiksan1597
- Battle of Noryang1598
- Second Siege of Ulsan1598
- First Siege of Ulsan1598
Kernideen
- Ein Krieg um China auf koreanischem Boden
- Hideyoshis erklärtes Ziel war die Eroberung Chinas unter der Ming-Dynastie. Korea wurde zum Kriegsschauplatz, weil es auf dem Weg dorthin lag.
- Seemacht
- Yi Sun-sins Siege zur See unterbrachen japanische Nachschubwege und stehen im Mittelpunkt der koreanischen Erinnerung an den Krieg.
- Freiwilligenheere
- Freiwillige Verbände aus Gelehrten, Bauern und Mönchen leisteten örtlichen Widerstand, als die reguläre Armee zusammenbrach.
- Bündnis und Rangordnung
- Das Eingreifen der Ming spiegelte die Tributbeziehung zwischen der Ming-Dynastie und Joseon wider. Die Zusammenarbeit zwischen Chinesen und Koreanern war oft angespannt.
- Katastrophe für die Zivilbevölkerung
- Massaker, Hunger, Krankheiten und die Verschleppung vieler Menschen machten den Krieg für die Bevölkerung Koreas verheerend.
- Weitergabe von Menschen und Fertigkeiten
- Verschleppte Töpfer, Gelehrte und Drucker brachten koreanische Techniken und Kenntnisse nach Japan.
- Unterschiedliche Erinnerung
- Korea, Japan und China benennen und erzählen den Krieg auf verschiedene Weise. Darin spiegeln sich ihre jeweiligen nationalen Geschichtsbilder.
Einträge
- 1590 — Hideyoshi schließt die Einigung Japans ab. Eine Gesandtschaft Joseons besucht Japan und kehrt 1591 mit widersprüchlichen Berichten zurück.
- 1592 — Japanische Truppen landen Ende Mai bei Busan. Seoul fällt nach etwa drei Wochen; im Sommer wird Pjöngjang eingenommen.
- 1592 — Yi Sun-sin siegt bei Okpo, Sacheon und der Insel Hansan. Die erste Belagerung von Jinju wird abgewehrt.
- 1593 — Truppen der Ming und Koreas erobern Pjöngjang zurück. Gwon Yul siegt bei Haengju. Die Japaner verlassen Seoul; Jinju fällt bei einer zweiten Belagerung.
- 1593 — In Joseon wird das Hullyeon dogam, ein Amt für die militärische Ausbildung, gegründet.
- 1596 — Eine Gesandtschaft der Ming verleiht Hideyoshi den Titel „König von Japan“. Die Verhandlungen scheitern.
- 1597 — Zweite Invasion: Die koreanische Marine wird bei Chilcheollyang vernichtet; Yi Sun-sin siegt bei Myeongnyang; in Kyoto wird der Mimizuka errichtet.
- 1598 — Hideyoshi stirbt im September. Die Japaner ziehen ab. Yi Sun-sin fällt im Dezember bei Noryang.
- 1600 — Die Schlacht von Sekigahara bereitet den Weg für das Tokugawa-Shogunat.
- 1607 — Joseon schickt seine erste Gesandtschaft nach dem Krieg zum Tokugawa-Regime in Japan. Einige Gefangene kehren zurück.
- 1609 — Das Giyu-Abkommen stellt den Handel zwischen Korea und Japan über Tsushima wieder her.
Glossar
- Joseon
- Die koreanische Dynastie und das Königreich, das Korea zur Zeit des Krieges regierte (1392–1897).
- Ming
- Die chinesische Dynastie (1368–1644), die Joseon mit Heeren zu Hilfe kam.
- Daimyō
- Ein japanischer Regionalfürst, der eigene Samurai und andere Soldaten befehligte.
- Arkebuse
- Eine frühe Feuerwaffe mit Luntenschloss, die japanische Fußsoldaten häufig einsetzten.
- Schildkrötenschiff (Geobukseon)
- Ein koreanisches Kriegsschiff mit überdecktem Deck und Kanonen, das Yi Sun-sin einsetzte.
- Freiwilligenheer (uibyeong)
- Ein von örtlichen Anführern aufgestellter Verband Freiwilliger zur Abwehr einer Invasion.
- Tributsystem
- Eine diplomatische Rangordnung, in der Herrscher dem chinesischen Kaiser Gesandte und Geschenke schickten und dafür seine Anerkennung erhielten.
- Belehnung
- Die formelle Ernennung eines ausländischen Herrschers zum König durch den chinesischen Kaiser.
- Waeseong
- Eine Burg japanischer Bauart, wie sie während des Krieges an Koreas Südküste errichtet wurde.
- Gyeol
- Eine koreanische Einheit zur steuerlichen Erfassung von Ackerland, die sich nach dessen Ertrag und nicht nach einer festen Fläche richtete.
Fragen und Antworten
Warum heißt er „Imjin-Krieg“?
1592 war im traditionellen Sechzigjahreszyklus das Imjin-Jahr. In Korea wurde der Krieg deshalb nach seinem Anfangsjahr benannt.
Wollte Japan Korea erobern?
Hideyoshi erklärte, er wolle China unter der Ming-Dynastie erobern. Korea sollte ihm als Durchgangsweg dienen und ihn unterstützen. Als Korea ablehnte, wurde es zum wichtigsten Kriegsschauplatz. Bei der zweiten Invasion konzentrierte sich Japan auf die Eroberung Südkoreas.
Was war ein Schildkrötenschiff?
Ein koreanisches Kriegsschiff mit überdecktem Deck und Kanonen an mehreren Seiten. Oft heißt es, dass auf dem Deck Stacheln angebracht waren. Es wurden nur wenige solcher Schiffe gebaut, und über ihr genaues Aussehen wird noch diskutiert.
Wie viele Menschen starben?
Das weiß niemand genau. Die Zahl der koreanischen Todesopfer wird auf mehrere Hunderttausend bis über eine Million geschätzt. Dazu gehören auch Menschen, die an Hunger oder Krankheiten starben. Auch China und Japan erlitten hohe Verluste. Alle Zahlen sind unsicher.
Warum endete der Krieg?
Hideyoshi starb 1598. Die japanischen Anführer sahen sich dem Widerstand Koreas und der Ming sowie Rivalitäten in Japan gegenüber und zogen ihre Heere ab.
Wer hatte den größeren Anteil am Sieg: Korea oder die Ming-Dynastie?
Darüber sind sich Historiker uneinig. Koreanische Darstellungen betonen die Marine und die Freiwilligenheere. Studien zur Ming-Dynastie heben die chinesischen Landheere hervor. Die meisten Forscher sehen den Ausgang heute als Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen. Auch japanische Nachschubprobleme und Hideyoshis Tod waren entscheidend.
Wie zuverlässig sind die Zahlen zu Soldaten und Schiffen in den Quellen?
Nur eingeschränkt. Alle Seiten übertrieben häufig die Zahl der Gegner und deren Verluste. Spätere Clangeschichten und nationale Erzählungen übertrieben teils noch stärker. Historiker vergleichen deshalb koreanische, chinesische und japanische Aufzeichnungen, um plausible Größenordnungen zu ermitteln.
Quellen und weiterführende Literatur
- Imjin War. Wikipedia
- 이장희 (Lee Jang-hee), 임진왜란 (Imjin Waeran). Encyclopedia of Korean Culture, Academy of Korean Studies
- Yi Sun-sin. Wikipedia
- Battle of Myeongnyang. Wikipedia
- Mimizuka. Wikipedia
- Jingbirok. Wikipedia
- Nanjung ilgi. Wikipedia
- Samuel Hawley, The Imjin War: Japan’s Sixteenth-Century Invasion of Korea and Attempt to Conquer China. Royal Asiatic Society, Korea Branch, 2005
- Kenneth M. Swope, A Dragon’s Head and a Serpent’s Tail: Ming China and the First Great East Asian War, 1592–1598. University of Oklahoma Press, 2009
- JaHyun Kim Haboush, The Great East Asian War and the Birth of the Korean Nation. Columbia University Press, 2016
Mit KI-Unterstützung auf Grundlage der oben aufgeführten veröffentlichten Quellen verfasst und bei neuen Forschungsergebnissen überarbeitet.